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  • DE-47279 Duisburg, DE-47053 Duisburg
  • 07/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-253121)

Freiraum Wedau-Süd | Freiraumkonzept und Freianlagen Südfläche


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Visualisierer
    STUDIOKUBIK Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: FUGMANN JANOTTA PARTNER Landschaftsarchitekten und Landschaftsplaner bdla, Berlin (DE)
    Architekten, Stadtplaner: KK urbanism architecture landscape | Christoph Kohl Architekten, Berlin (DE)
    Bauingenieure: ingenieurbüro obermeyer, Potsdam (DE)

    Preisgeld
    10.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Grundidee der Arbeit basiert auf den drei Achsen „Seeachse“, „Mobilitätsachse“ und „Naturachse“. Mit den ersten beiden Achsen werden gute Verbindungen in das und in dem neuen Quartier in Nord-Süd-Richtung geschaffen. Die „Naturachse“ umfasst den Lärmschutzwall und bleibt auslobungskonform außer für Wartungsarbeiten unzugänglich.

    Wenig ausgearbeitet sind demgegenüber Querbeziehungen in Ost-West-Richtung, innerhalb des Quartiers und zu den angrenzenden Stadt- und Freiräumen. Die wünschenswerte Anbindung an die Gartenstadt Wedau wird nicht hergestellt.

    Die dem Wettbewerb zugrundeliegende Rahmenplanung wird insgesamt gut durchdrungen. Allerdings wird die Vernetzung der vorgegebenen Freiraumstrukturen nicht in der erforderlichen Tiefe herausgearbeitet. Insbesondere die chiffreartige und gleichbleibende Ausgestaltung der Quartiersplätze kann nicht überzeugen, weil hier die Chance vergeben wird, wiedererkennbare Orte zu schaffen.

    Die Aufteilung der Promenade in einen oberen und einen unteren Teil ist ein nachvollziehbarer Ansatz. Gleiches gilt für die variierende Breite der Promenade und den geschwungenen Uferverlauf. Der untere Weg ist jedoch so schmal bemessen, dass im Gebrauch mit erheblichen Einschränkungen seiner Nutzbarkeit zu rechnen ist. Schon die Begegnung von Fußgängern erscheint problematisch. Die Nutzung des unteren Weges durch Radfahrer, die die Verfasser nicht ausschließen und auch nicht ausschließen können, führt sogar zu Gefährdungssituationen.

    Die der Promenade vorgelagerten Elemente („Tidegärten“) überzeugen aufgrund ihrer Kleinteiligkeit und beliebig erscheinenden Anordnung nicht. Aus Sicht der Barrierefreiheit ist kritisch anzumerken, dass nur ein Zugang zur unteren Promenade existiert. Außerdem wären weitere Treppenaufgänge zur Gliederung der zu lang erscheinenden Ufermauer und zur Verbesserung der Erreichbarkeit des unteren Weges wünschenswert.

    Die vorgeschlagenen Kleinarchitekturen für zwei Kioske auf der oberen Promenade scheinen unnötig. Insbesondere erzeugen der Kiosk im Bereich der Traverse und deren gleichzeitige Ausdehnung nach Westen eine pfropfartige Engstelle.

    Die Verfasser setzen sich erfreulich intensiv mit differenzierten Spielangeboten im gesamten neuen Quartier auseinander und bieten qualitätvolle Lösungsansätze. Sehr kritisch wird demgegenüber die große Heterogenität in der Formensprache und der Materialauswahl beurteilt, so dass die Arbeit insgesamt eher nicht als Grundlage für die Entwicklung des neuen Stadtteils überzeugen kann.