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  • DE-25813 Husum, DE-24103 Kiel
  • 08/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-258812)

Neubau Finanzamt Nordfriesland


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    HAHN HERTLING VON HANTELMANN, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: rw+ Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin (DE)
    Architekten: Martin Schmitt Architektur / Kommunikation im Raum, Berlin (DE)

    Preisgeld
    12.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebau
    Der Entwurf besticht durch eine kompakte und strenge Gebäude-Komposition.
    Die rationale, strenge Fensteranordnung und die reliefartig texturierte Klinkerfassade des östlichen Eingangsgiebels verstärken den Eindruck der Strenge und geben dem Gebäude einen sehr eigenständigen Charakter, der modern die Architektur des Alten Finanzamtes und des Nissenhauses aufnimmt und interpretiert. Der Eingang an der Ostfassade ist eingeschnitten und öffnet den Zugang zu einer kleinen Eingangshalle. Der Entwurf ordnet sich gut in den städtebaulichen Kontext ein. Die Erweiterung 2.BA ergänzt den Baukörper positiv. Die Strenge der Fassade wird kontrovers diskutiert.

    Funktion
    Das Gebäude ist als Dreibund organisiert. Eine Freitreppe in einer kleinen Eingangshalle erschließt die Obergeschosse. Angrenzende Besprechungsräume ermöglichen eine gute Belichtung und Transparenz. Die Büroräume sind funktional. Die Kernzone des Dreibundes sind mit Kopierzonen und Teeküchen unterbrochen, könnten jedoch noch etwas transparenter sein.
    Die realisierte Nutzfläche wird stark unterschritten, mit der geforderten Nutzfläche wird das Gebäudevolumen deutlich vergrößert.
    Die Erschließung ist insgesamt übersichtlich. Bei der Verlängerung mit dem 2.BA ergeben sich lange und wenig attraktive Flure.

    Freiraumgestaltung
    Die zu diesem Entwurf gehörenden Stellplätze sind im Westen des Grundstücks und auf der Südseite vom 1. BA angeordnet.
    Der Gebäudekörper ist so weit von der Danckwerthstraße im Norden abgerückt, dass hier ein gestalteter Freiraum als Vorgarten aus Pflanzbeeten, Sitzbänken und Solitärsträuchern entsteht.
    Ein großer Solitärbaum steht vor dem großen Sitzungsraum an der Südfassade.
    Der Vorplatz zum Kreisel an der Herzog-Adolph-Straße ist gepflastert, wird um das Gebäude nach Süden herumgezogen und endet hier mit großzügigen Sitzstufen zur Mühlenau.

    Energie und Nachhaltigkeit
    Aus dem kompakten Baukörper resultiert ein eher geringer spezifischer Energiebedarf.
    Jedoch wird sich der Gesamt-Energiebedarf erhöhen, da die Arbeit zu geringe Nutzflächen aufweist. Ein mittlerer Gesamtfensterflächenanteil, sturzfreie Fenster bei gleichzeitig geringer Raumtiefe führen zur günstigen Belichtung der Büroräume. Die Tageslichtversorgung der Erschließungszonen hingegen stellt sich als ungünstig dar, da die Flure nicht durchgehend an die Fassade angebunden sind.