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  • 09/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-261685)

Objektplanung Gebäude

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  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Tragwerksplaner
    Wetzel & von Seht, Hamburg (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Berlin (DE), Stuttgart (DE), Köln (DE), Dresden (DE), Wrocław (PL), Erlangen (DE), Berlin (DE)
    Landschaftsarchitekten: Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: Klett Ingenieur GmbH, Fellbach (DE), Meißen (DE), Würselen (DE), Hamburg (DE), Köln (DE)
    Fassadenplaner: Prof. Michael Lange Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover (DE), Hamburg (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    100.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Ein skulptural starker Auftritt des neuen Instituts am Landwehrkanal.
    Die Büroetagen überkragen den mehrgeschossigen studentischen Arbeitsraum: ein spannendes Schaufenster des Instituts.
    Überhaupt gelingt dem Entwurf eine typologische Schichtung, die die speziellen Anforderungen sehr präzise abbildet. Gleich einer großen „Wissenshalle“ rahmen über drei Etagen die Seminarräume nach außen gewandt die eingestellten Hörsaalkuben. Eine fließende Landschaft entsteht, die robust und flexibel nutzbar ist.

    Zwischen Lehr- und Büroräumen sind der PC-Pool und die Bibliothek eingeschoben mit kurzen Wegen für beide Seiten. Allerdings scheint die Raumhöhe hier nicht optimal zu sein. Richtig strukturiert sind die Büroetagen mit wenigen eingestreuten Seminarräumen, die einzig daran kranken, dass die Flurlängen überzogen sind. Hier müssten mehr Brechungen vorhanden sein, die auch die Höfe mit einbeziehen.

    Ein Entwurf, der typologisch sehr konsequent auf die Anforderungen reagiert und dies auch über die Gestaltung der Fassaden nach außen trägt. Hier gilt es kritisch die vollkommene Verglasung der Seminarräume zu hinterfragen. Auch die Tiefe der Auskragung ist konstruktiv problematisch. Dennoch ist es ein Beitrag zu einer lebendigen Hochschullandschaft, wenn beide Institute in ihren Erdgeschossen universitäres Leben nach außen sichtbar werden lassen.

    Die Staffelung der Gebäudevolumen bricht die Horizontalität des Nachbargebäudes der VW-Bibliothek auf, dadurch ist der Hochpunkt am Landwehrkanal begründbar und wirkungsvoll. Es bildet sich eine Silhouette des Instituts, die vom IMoS quasi janusköpfig übernommen wird, was dem Ensemble eine Prägnanz verleiht, die es von anderen Gebäuden auf dem Campus unterscheidet. Allerdings kann der Dachgarten vor den Büros über den Seminarräumen nicht überzeugen. Positiv ist, dass durch den Zugang des Mathematikgebäudes auch der Zugang zum IMoS direkt erkennbar und erreichbar ist.
    Auch das IMoS-Gebäude folgt dem Prinzip der Schichtung. Schön ist die Organisation der Arbeitsgruppen, wo die Kommunikationsräume attraktiv in den Gebäudeecken liegen.

    Wegen der großen unterirdischen Baumasse und der sehr hohen BGF für das Mathematik-Gebäude ist der Baustoffeinsatz sehr groß.
    Der Freiraum ist ambitioniert, allerdings wird die teppichartige Gestaltung hinsichtlich der Erweiterbarkeit über den Campus kritisch gesehen.

    Gelingt es dem Entwurf, aus den Anforderungen eines Hochhauses noch herauszukommen, bietet er eine interessante typologische Antwort in einer reduziert eleganten Gestalt und den richtigen städtebaulichen Setzungen an.


INFO-BOX

Angelegt am 15.09.2017, 13:02
Zuletzt aktualisiert 26.09.2017, 13:54
Beitrags-ID 4-145993
Seitenaufrufe 57