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  • DE-37075 Göttingen, DE-37083 Göttingen
  • 09/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-260968)

Wohnen am Nikolausberger Weg


  • ein 1. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    frei[RAUM]planung Uwe Gernemann, Münster (DE), Hilter (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: abdelkader architekten bda, Münster (DE)

    Preisgeld
    12.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt durch die gelungene Bildung von Höfen entlang des Nikolausberger Weges. Dadurch ergibt sich eine gute Adressbildung und eine sehr gute Zuordnung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiräumen. Die Staffelung von einer zwei- dreigeschossigen Bebauung im Südwesten bis zu einer fünfgeschossigen Bebauung im Norden ermöglicht eine gute städtebauliche Einbindung des neuen Quartiers in seine Nachbarschaft. Diese Einbindung findet sich auch in der vernetzten Wegestruktur wieder. Die zusammenhängende Anordnung des Ballspielplatzes, des Kleinkindspielbereiches und des Quartiersplatzes im Bereich der dichtesten Bebauung im Norden ist gut gelungen. Dies ermöglicht einen vielfältigen Raum für nachbarschaftliche Begegnungen und ein Angebot für unterschiedliche Altersgruppen. Dabei ist sinnvollerweise der Ballspielbereich, von dem die stärkste Geräuschentwicklung ausgeht, am Waldrand angeordnet.

    Das Gebäude im Bereich der Sackgasse Am Kreuze sollte hinsichtlich des Übergangs zum Gebäudebestand um ein Geschoss verringert werden.

    Die Vorgabe keine Tiefgarage unter Wohngebäuden anzuordnen wurde nur teilweise erfüllt. Dies muss nachgebessert werden. Bei der Tiefgarage am Am Kreuze würde dies die Möglichkeit bieten, das Gebäude niedriger zu setzen, um so den Übergang zum Nachbarquartier besser zu vermitteln. Die vom Nikolausberger Weg erschlossene Tiefgarage erfordert bedingt durch ihre Größe eine zweispurige Zufahrt.

    Der südliche Bereich bietet ein gutes Potenzial für Baumpflanzungen.

    Die Erreichbarkeit der Müllstandorte durch die Müllabfuhr ist bislang nur in Teilbereichen gewährleistet. Das ebenerdige Angebot von Fahrradstellplätzen wird begrüßt.

    Die Anforderungen an den Wohnungsmix werden im Wesentlichen erfüllt. Die gewünschte Anzahl an Wohnungen würde auch bei Entfall eines Geschosses im vorgenannten Bereich erfüllt werden. Die Grundrisse entsprechen den Erwartungen des Auslobers. Die Arbeit bietet ein großes Spektrum an Wohnungstypen. Statt gemeinschaftlicher Dachterrassen wird eine Zuordnung der Dachterrassen an die Wohnungen bevorzugt. Dies bedingt in diesen Bereichen eine Veränderung der Grundrisse. Die Anordnung der Küchen und ihre Abtrennbarkeit sind zu überprüfen.

    Die Verlängerung der Balkone in starre dachbegrünte Sonnenschutzelemente wird kritisch gesehen. Die hochwertige Klinkerfassade sowie die Balkone mit einer klinkerverkleideten Brüstung überzeugen gestalterisch, sind aber hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit zu überprüfen und gegebenenfalls durch Alternativen zu ersetzen.

    Die Anforderungen der Grenzabstände, der Feuerwehrflächen mit Anleiterbarkeit, des Waldabstandes und der Spielfläche sind zu erfüllen.

    Die Arbeit bietet ein überzeugendes städtebauliches Konzept mit schönen Räumen und guten Proportionen. Auch die architektonische Anmutung kann – bei wirtschaftlichen Bedenken - überzeugen, die vorgeschlagenen Grundrisse entsprechen den Erwartungen.


INFO-BOX

Angelegt am 20.09.2017, 09:55
Zuletzt aktualisiert 21.09.2017, 16:45
Beitrags-ID 4-146124
Seitenaufrufe 38

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