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  • DE-93055 Regensburg, DE-93049 Regensburg
  • 07/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-278852)

Hotel + Wohnen MI 5 MarinaQuartier


  • ein 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GmbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: H2M Architekten / Ingenieure / Stadtplaner, Kulmbach (DE), München (DE)
    Brandschutzplaner: DAI Dorn Architekten Ingenieure GmbH, München (DE)
    Bauphysiker, Energieplaner: Wolfgang Sorge Ingenieurbüro für Bauphysik GmbH & Co. KG, Nürnberg (DE)
    Modellbauer: Peter Corbishley Modellbau, München (DE)
    Visualisierer: 3DWAY architectural graphics, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser greifen das Thema des Blocks auf und entwerfen ein homogenes,
    insich schlüssiges Ensemble, das die unterschiedlichen Funktionen gut integriert.

    Dabei wird der achtgeschossige Turm freigestellt, sodass sich eine großzügige
    Öffnung in den Innenhof ergibt - dies wird als Befreiungsschlag wahrgenommen,
    der die räumliche Qualität des Innenhofes spürbar verbessert.

    Das Projekt öffnet den euphemistisch als >hortus conclusus< beschriebenen
    kleinen Innenhof über eine schmale Fuge zum öffentlichen Außenraum.
    Im 1,40 m höher liegenden Innenhof wird das Kleinkinderspiel situiert, das
    barrierefrei von den Wohnungen aus erreichbar ist.
    Zum tiefer liegenden Frühstücksraum des Hotels wird ein begrünter Graben
    ausgebildet.

    Die polygonale Ausformulierung der Öffnung in den Hof lässt einerseits eine
    spannende Räumlichkeit erwarten und weckt andererseits Erinnerungen an
    das mittelalterliche Stadtgefüge Regensburgs.

    Der Eingang in den achtgeschossigen Bau ist richtig im Westen situiert und sorgt
    für eine gute Adressierung des attraktiven Wohnstandorts.

    Der Entwurf bietet eine Vielzahl unterschiedlicher und durchgängig gut
    geschnittener Wohnungen an, dabei werden diese nicht seriell übereinander
    gestapelt sondern versetzt angeordnet, was zu einem lebendigen, dem Ort
    angemessenen Fassadenbild führt.

    Als Material für diese Fassade werden, aus süddeutscher Bautradition
    hergeleitete, hellbeige, vorgemauerte Ziegel vorgeschlagen, die dem Ensemble am
    Standort Marinaquartier eine eigenständige Identität geben können.

    Auf dem 7.OG des Wohnturms werden private Dachgärten angeboten, die
    über Treppen direkt an die darunterliegenden Wohnungen angebunden werden.
    Die Grundrisskonzeption des Hotels wird wie vorgegeben übernommen und
    problemlos in die Planung integriert - lediglich die Tiefgarage ist an einigen
    Punkten verbesserungsbedürftig.

    Gegenüber dem öffentlichen Außenraum verhält sich das Gebäude jedoch sehr
    abweisend, der hohe Sockel wirkt als Barriere, es wird das Bild von >Burg und
    Wassergraben< assoziiert.
    Auf die städtebauliche Intension >Abschluss des zentralen Freiraums< wird
    mit Abgrenzung statt Dialog reagiert.

    Die Eckdaten des Bebauungsplans werden deutlich überschritten und führen
    zu Konflikten im Genehmigungsverfahren. Es sind lediglich geringfügige
    Überschreitungen in der festgelegten Geschossfläche und der überbaubaren
    Grundfläche vorstellbar.

    Davon abgesehen stellt die Arbeit einen hervorragenden Beitrag zur gestellten
    Aufgabe dar.