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  • DE-85764 Oberschleißheim, DE-83022 Rosenheim
  • 09/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-253545)

Neubau Bundesamt für Strahlenschutz in Neuherberg


  • ein 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Brandschutzplaner
    Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Max Dudler, Berlin (DE), Zürich (CH), Frankfurt/Main (DE), München (DE)
    TGA-Fachplaner: ZWP Ingenieur-AG, Köln (DE), München (DE), Stuttgart (DE), Wiesbaden (DE), Berlin (DE), Hamburg (DE), Bochum (DE), Dresden (DE), Köln (DE), Köln (DE)
    Tragwerksplaner: Mathes Beratende Ingenieure GmbH, Chemnitz (DE), Leipzig (DE)
    Modellbauer: MMB - Modellbau Milde Berlin, Berlin (DE)

    Preisgeld
    63.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Dem Verfasser gelingt es mit seinem Entwurf eine kontroverse Diskussion anzustoßen.
    Er setzt einen sehr kompakten Baukörper mit einer rigiden Lochfassade mit Rundbogenfenstern an die Fröttmaninger Heide.
    Es wird argumentiert, man wolle städtebaulich an dieser Stelle eine Rückbesinnung auf die Errungenschaften der Vergangenheit eine architektonische Antwort geben, die somit in die Zukunft weist. Der Bogen als ein Archetypus der Architektur in seiner regelmäßigen Verwendung soll diesen konzeptionellen Ansatz unterstützen.

    Der Kubus mit seiner umlaufenden Fassade widersetzt sich aber einer Erweiterung. Dies löst der Verfasser mit einem weiteren abgesetzten Baukörper, der mit einer Brücke abgesetzt wird, was weder unter architektonischen noch aus funktionalen Gründen als befriedigende Lösung angesehen wird.

    Dem Verfasser gelingt es den sehr komplexen Raumanforderungen eine poetische, dem Menschen zugewandte Antwort zu geben. Die Wege durch das Gebäude werden durch die eingestellten farblich und thematisch abwechslungsreichen Höfe strukturiert. Trotz dieser lebendigen Innenwelt gelingt es dem Verfasser die technischen Anforderungen an die Labore auch in Hinsicht von Flexibilität und Zukunftsfähigkeit zu erfüllen. Der sehr effizienten Organisation, die in den sehr guten Kennwerten ihren Niederschlag finden ist allerdings eine gewisse Enge geschuldet. So gibt es Büros, die nur über einen Flur hinweg belichtet sind oder Flure, die als Sackgasse enden.
    Auch die Tiefe besonders des Blauen Hofes scheint bei drei Geschossen zu knapp bemessen zu sein. Auch die angedachte Wasserfläche wird als zu wartungsaufwändig angesehen.
    Der Lastenaufzug geht nicht bis in den Keller, da dort nicht unterkellert ist.
    Auch liegen die Besprechungsräume und die Videokonferenz nicht wie gefordert auf einer Ebene.

    Insgesamt handelt es sich aber um einen mutigen, selbstbewussten Entwurf, der dem Bundesamt für Strahlenschutz mit einer kräftigen Handschrift dem gestellten Thema antwortet.

    Die Fassade polarisiert das Preisgericht: Die einen sehen den Vorschlag als innovative und mutige Antwort auf das gestellte Thema, die Anderen empfinden das Projekt als Provokation.
    Dieser Spagat beschreibt das Projekt und die Diskussion darüber.


INFO-BOX

Angelegt am 27.09.2017, 11:33
Zuletzt aktualisiert 29.09.2017, 12:10
Beitrags-ID 4-146527
Seitenaufrufe 39