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  • DE-60594 Frankfurt am Main, DE-60594 Frankfurt am Main
  • 09/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-263842)

Friedberger Landstraße / Südlich Wasserpark „Innovationsquartier“


  • 1. Preis

    Städtebauliches Konzept - Variante mit langfristiger Entwicklung, © tobe.STADT städte.bau.planung.dialog Torsten Becker, Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, KÖLLING ARCHITEKTEN BDA, Crossboundaries Architektenpartnerschaft mbB Lenhardt + Voigt,

    Projekt
    Die GünthersburgHöfe

    Architekten
    Crossboundaries, Frankfurt am Main (DE), Beijing (CN) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: tobe.STADT städte.bau.planung.dialog, Frankfurt am Main (DE)
    Landschaftsarchitekten: Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)
    Architekten: KÖLLING ARCHITEKTEN BDA, Frankfurt am Main (DE), Bad Vilbel (DE)

    Preisgeld
    45.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser entwerfen ein städtebaulich und landschaftsplanerisch robustes und gleichzeitig selbstverständliches Konzept, das den Anforderungen der Auslobung und des Ortes in hohem Masse Rechnung trägt.
    Das Grundelement der Bebauung bildet der städtische Block, der in seinen Dimensionen dem Maßstab des Frankfurter Nordends folgt. Die städtebauliche Figur greift dabei vorhandene räumliche Bezüge und den Gebäudebestand auf und knüpft an die Erschließung der Hungener Straße schlüssig an. Durch die kompakte Bebauung gelingt es, über die Auslobung hinaus einen hohen Anteil von Freiflächen zu erhalten und mit der Umgebung zu vernetzen.
    Die Verknüpfungspunkte sind städtebaulich und landschaftsplanerisch überzeugend. Der zentrale Quartiersplatz ist räumlich gut proportioniert und mit bestehenden und neuen Nutzungen wie dem Abenteuerspielplatz und dem vorgeschlagenen Generationenhaus belebt. Die Schule erhält einen entsprechend ihrer Nutzung zurecht hervorgehobenen Standort, der zugleich Abschluss und Zugang des Quartiers an der Dortelweiler Straße bildet. Sie ist eingebettet in das zentrale Element der differenzierten Freiflächenplanung für das Quartier, der so genannten „Gartenwildnis“. Die dort erhaltenen Grünstrukturen sollen behutsam mit einer öffentlichen Nutzung überlagert werden und versprechen damit ein besonderes und neuartiges Landschaftselement, das zudem kleinklimatisch wirksam wird. Der klare räumliche Abschluss der Gartenwildnis zur Bebauung mit der vorgeschlagenen Promenade wird besonders gewürdigt. Das Hochhaus an der Friedberger Landstraße ist selbstverständlicher räumlicher Endpunkt der Promenade und betont gleichzeitig den Zugang ins Quartier.
    Die kleinteilige Parzellierung und Gebäudegliederung lässt trotz der strengen Blockstruktur abwechslungsreiche öffentliche und private Räume erwarten. In den Blöcken können eine ausgewogene Nutzungsmischung und ein breites Angebot an Wohnformen unter guten klimatischen Bedingungen entstehen. Das einfache Erschließungsnetz ist funktional, das Konzept zum ruhenden Verkehr eine geeignete Grundlage für die weitere Bearbeitung.
    Die geforderte Zahl der Wohneinheiten ist in beiden Varianten erreicht, der erste Bauabschnitt städtebaulich in sich abgeschlossen, so dass der zweite Abschnitt entlang der Hungener Straße zeitlich auch unabhängig entwickelt werden kann.
    Insgesamt ein sehr konsequenter Beitrag, der eine einfache räumliche Grundstruktur aus den Besonderheiten des Ortes ableitet und mit einer Fülle innovativer Ansätze eine sehr gute Grundlage für die weitere Bebauungsplanung bildet.