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  • DE-69488 Birkenau, DE-69488 Birkenau
  • 10/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-259749)

Neubau Bürgerhaus


  • 2. Preis


    Architekten
    Günter Hermann Architekten, Stuttgart (DE), Tuttlingen (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    9.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Zur Abschirmung zum Lärm der Hauptstraße und Tennisplätze wird ein Festplatz mit hoher Aufenthaltsqualität zwischen den Neubauten des Bürgerhauses und dem Freibadgebäude positioniert. Der Festplatz orientiert sich über eine Pergola, als Verbindungselement beider Neubauten, zum Freibad und zur Aue. Die Nutzbarkeit und Maßstäblichkeit dieser Platzanlage für unterschiedlichste Aktivitäten ist gegeben.

    Die Eingangssituation des Bürgerhauses führt am Endpunkt und in der Weiterführung des Platzes zu einem knapp gehaltenen Foyer. Von hier aus ist die Erschließung der Teilbereiche Seminar, Saal etc. möglich.
    Nachteilig erscheint, dass der Endpunkt des Platzes im Foyer nicht ausformuliert wird, der Raum und der Ausblick wird über die Garderoben gesperrt, ein großzügiger Ausblick, ein „Fenster ins Freie“, ist nicht gegeben. Zudem wird nur eine rückläufige Erschließung zu den einzelnen Saalbereichen angeboten.
    Die Ausblicksituation aus den Sälen führt im Osten zur Straße, während die Teilsäle auch das Foyer zum „Festplatz / Vorplatz“ nach Westen hin öffnen und erweitern können. Diese Öffnung könnte für die Erschließung der einzelnen Nutzungsbereiche noch großzügiger aufgeweitet werden, um eine glaubwürdige Einladung vom Foyer aus für die Besucher auszusprechen.
    Die Übergänge aus den Teilsälen über das Foyer zum Festplatz sind überzeugend, könnte diese noch um die Fortsetzung der Türen aus den Einzelsälen weiter ausgesprochen werden.

    Das Schwimmbad ist in der gleichen „einfachen und schlüssigen“ Sprache wie das Bürgerhaus als aufgeständerter Neubau ausgeführt. Durch seine Lage wird der Landschaftsraum begrenzt und die Festplatzebene auf die Ebene des Freibades über Treppen und Plattformen selbstverständlich überführt. Die Zulässigkeit der aufgeständerten Bebauung im Bereich des HQ 100 bedarf der Überprüfung.

    Nicht erklärt ist die Dachform mit Belichtung, Tragkonstruktion und den Anschluss des Sheddaches an den Gebäudesockel. Diese sollte noch weiter erklärt werden.

    Insgesamt überzeugt die Arbeit durch die Ausarbeitung eines zentralen Platzes als „innere“ Erschließung der angrenzenden baulichen Nutzungen.