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  • DE-60594 Frankfurt am Main, DE-60594 Frankfurt am Main
  • 09/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-263842)

Friedberger Landstraße / Südlich Wasserpark „Innovationsquartier“


  • 1. Rundgang

    © BJP TH

    Projekt
    Stadtgarten Frankfurt

    Landschaftsarchitekten
    Treibhaus Landschaftsarchitektur Berlin/Hamburg, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Gerko Schröder

    Mitarbeit
    Franziska Dehm

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: BJP | Bläser Jansen Partner GbR, Dortmund (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Idee dieser Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt mit einer rasterartigen Blockstruktur eine kompakte, urbane Struktur im Inneren zu entwickeln, die sich in die umgebenden, vorhandenen und neuen Grünzüge einfügt.
    Entlang der Friedberger Landstraße entstehen wabenförmige Blöcke mit einer Höhe von 6 Geschossen, jedoch ist die Distanz zur Friedberger zu knapp bemessen. Ein 18-geschossiges Wohn-hochhaus setzt hierbei eine städtebauliche (Land-) Marke. Westlich daran schließen sich rechteckige Wohnblöcke an, die durch 8-geschossige Eckpunkte im Südwesten markiert sind. Innerhalb der Blockstrukturen variiert die Anzahl der Geschosse hinsichtlich der gewünschten Durchmischung der Wohnformen und reduziert sich in der Höherentwicklung in Richtung Günthersburgpark auf 4-5 Geschosse. Das sehr gleichförmig gewählte Raster der Bebauung führt im Quartier zu einer Dichte, die einer großzügigen Durchgrünung nicht genügend Raum lässt.
    Das Erschließungssystem folgt dem Raster und führt so zu einer starken Zergliederung der Freiflächen mit unklarer Zuordnung in private und öffentliche Flächen mit der Folge einer unzureichenden Adressbildung. Die Planung greift in den Grenzbereichen in die zu erhaltenden Grünzüge zum Teil recht stark in den Bestand ein (z.B. verbleiben von den vorgegebenen 70 m im Westen in Teilbereichen nur 60 bis zu 45 m). Der Bereich des „grünen Herzens“ wird als zu klein und zu wenig differenziert bewertet, um dieser formulierten Funktion angemessen als Mitte gerecht zu werden. Die mittlere, von Süden nach Norden verlaufende, als Grünanger bezeichnete Achse, wird als zu dicht und zu schmal empfunden. Die zu erhaltenden Baumgruppen können in diesem Entwurfsansatz nicht im geforderten Umfang berücksichtigt werden. Dies resultiert aus dem stark urbanen Ansatz der Arbeit.
    Positiv bewertet wird der Mix an großen und kleinen Parzellen sowie die offene Struktur der Wohnblöcke, die mit ihrer Nord-Süd-Durchgängigkeit den Freiraum kommunikativ verknüpfen. Dieses fördert auch die klimatisch notwendige Durchlüftung, erfordert jedoch aufgrund der Unterbauung durch Tiefgargen eine angemessene Begrünung mit entsprechender Substratstärke.
    Die gewählten Standorte für die Kitas und die Schule entsprechen der Logik des Konzeptes, sie sind jedoch in ihrer Bemessung der Geschossfläche wie auch zu den angeordneten Freibereichen deutlich zu gering ausgefallen.
    Der gesetzte Fokus auf das urbane Wohnen dieses Quartieres hat zu einem Verlust an zu erhaltender und nicht ausreichender neu zu schaffender Grünstruktur geführt. Für einen neuen innovativen Stadtteil ist die identitätsstiftende Aussage für das neue Quartier zu gleichförmig und ohne erkennbare Schwerpunkte ausgefallen und konnte in Summe nicht überzeugen.