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  • DE-60594 Frankfurt am Main, DE-60594 Frankfurt am Main
  • 09/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-263842)

Friedberger Landstraße / Südlich Wasserpark „Innovationsquartier“


  • 3. Rundgang


    Projekt
    Frankfurter Terrassen

    Stadtplaner
    raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt am Main (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Jon Prengel , Sonja Moers , Thorsten Wagner

    Mitarbeit
    Jan Fritz, Yui Ohtsuka, Daniela Merten

    In Zusammenarbeit mit:
    Modellbauer: modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf mit dem Namen „Frankfurter Terrassen“ bezieht sich als einzige Arbeit auf die landschaftliche Topographie des vorhandenen Geländes. Gemäß Verfasser beträgt das Gefälle entlang der mittigen Achse des Entwurfs etwa 9 m– in der Darstellung scheint dies aber überzeichnet zu sein. Als Gliederungselement wird eine dreiteilige steinerne Freitreppe vorgeschlagen, die in einem Wasserbecken mündet, welche als offenliegende Versickerungsmaßnahme funktionieren soll. Entlang dieser Wasser-Freitreppenanlage, auch Quartiersmitte genannt, sollen die allgemeinen Nutzungen wie Einzelhandel und Kitas angelagert werden. Ein Raum zwischen Naturerlebnis und gestalteter Freifläche entsteht, der allerdings etwas schematisch daherkommt.
    Auf der westlichen Seite dieser Achse wird eine Bebauung analog dem Nordend mit einer fünfgeschossigen Blockbebauung bestehend aus zwei mal drei Blöcken parallel zur Friedberger Landstraße angeordnet. Die Nutzung dieser Blöcke entlang der Friedberger besteht ausschließlich aus Büronutzung, in der zweiten Reihe mit Büro im EG und Wohnen in den Obergeschossen.
    Als Quartierseingang dient ein zur Friedberger Straße zurückgesetztes Hochhaus mit vorgelagertem, als Mobilitätsdrehscheibe ausgebildetem Platz, was als innovativer Vorschlag im Allgemeinen positiv gesehen wird. Unglücklicherweise steht die Hochausscheibe aber quer zur vorherrschenden Windrichtung aus Nordwesten – so dass am Platz vor der Hochhausscheibe in südwestlicher Ausrichtung ein klimatisch problematischer Hotspot entsteht. Auch wird dieses visuelle Zeichen als grundsätzlich nachvollziehbar beurteilt, scheint aber wegen seiner Ausrichtung und zurückgesetzten Lage nur schwer lesbar zu sein. Von dort soll zwischen den beiden Blockreihen eine grüne Fußwegverbindung nach Süden führen. Wegen der darunter angeordneten Tiefgarage wird der Begrünung an der Stelle keine besondere gestalterische oder klimatologische Qualität zugetraut.
    Auf der Ostseite der Wasserachse entwickeln die Verfasser drei ungewöhnlich groß dimensionierte Blöcke, die zur Natur im Süden hin großflächig geöffnet und nicht unterkellert sind, genannt „Grüne Oasen“. Dies wird einerseits positiv gesehen, andererseits scheint die maximale Großform aber eine an dieser Stelle gewünschte Kleinteiligkeit der Parzellierung zu verhindern.
    Insgesamt eine prägnante Arbeit mit Schwächen in der Differenzierung und Formulierung der Raumangebote und Verteilung der Funktionen, die etwas zu großmaßstäblich wirkt und einige funktionelle und gestalterische Fragen aufwirft.