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  • DE-99423 Weimar, DE-99427 Weimar
  • 10/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-280900)

Wohn- und Geschäftshaus Weimar Nord


  • 1. Preis

    © Motorplan

    Architekten
    motorplan Architekten BDA, Mannheim (DE), Heidelberg (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Johann Bierkandt

    Mitarbeit
    Urs Löffelhardt, Robert Gemmel, Katharina Bachstein, André Rieß, Matthias Rückert

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: impuls°Landschaftsarchitektur, Jena (DE)

    Preisgeld
    18.000 EUR

    Erläuterungstext
    Ein mäanderförmiger Stadtbaustein um einen zentralen Park- und Stadtplatz vermittelt zwischen den unterschiedlichen Kontexten und bildet gleichzeitig einen markanten Blickpunkt an der Nahtstelle von Quartierszentrum und Wohnbebauung.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf hat Großform eines Mäanders. Die Figur schließt den diffusen und überdimensionierten Stadtraum im Süden mit einem Blockrand.

    Der Arbeit gelingt es die vorhandenen Räume des Wohngebietszentrums aufzugreifen und in einen großen Platz zu überführen. Durch das Zurücktreten des Baukörpers entsteht die geforderte Stellplatzfläche und somit räumlich geordnet, der Eingang für die Ladeneinheiten und Wohnungen. Mit der städtebaulichen Figur gelingt es dem Verfasser über diesen Platz eine Verknüpfung mit dem Umfeld herzustellen, die das Zentrum Weimar Nord aufwertet. Die Raumkanten zur Marcel-PaulStraße und zur Bonhoefferstraße werden klar gefasst Die dicht nebeneinander liegenden Zufahrten am östlichen Nachbargrundstück sollten möglichst zusammengelegt werden. Die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage direkt auf den schmalen Gehweg sollte, ggf. durch Verlegung nach Norden, vermieden werden.

    Im Erdgeschoss sind die gewünschten Handelsflächen schlüssig geordnet.

    Die auf der durchgehenden Handelsfläche befindliche Wohnschlange wird konsequent erschlossen und somit eine Kollision mit den Handelsflächen vermieden. Die Wohnungen sind sehr schlüssig mit Laubengang entwickelt und kommen mit drei Treppenhäusern aus.

    Die Fassade ist zurückhaltend gestaltet und folgt in ihrer Systematik der Logik des Wohnens. Zur Straße wird auf auskragende Loggien verzichtet und dadurch eine höhere Nutzbarkeit und zum anderen einen ruhigen, zurückhaltenden nicht aufdringlichen Baukörper erreicht.

    In der weiteren Bearbeitung lassen sich die Laubengänge zugunsten durchgesteckter Wohnungen verkürzen. Der eingeschossige Teil mit den darauf befindlichen Grünanlagen sollten zugunsten des aufgehenden Gebäudes aufgegeben werden unter Beibehaltung der Großform Mäander. Der Baukörper weist durch seine kompakte Form eine hohe Wirtschaftlichkeit bei gleichbleibender hoher architektonischer Qualität auf.

    In der weiteren Bearbeitung sind die Anordnung und die Anzahl der Stützen in Handelsfläche und Tiefgarage zu überdenken. Die Decke über der Tiefgarage sollte zugunsten einer Plattenbalkendecke überdacht werden.

    Der zwischen der Neubebauung und der Marcel-Paul-Straße eingeordnete Parkplatz schafft bei einer Verknüpfung mit der vorhandenen alten Platzstruktur östlich des Bearbeitungsgebietes ein sehr großzügiges Raumangebot. Dieser Raum bietet Potentiale einer möglichen weiteren funktionalen und gestalterischen Qualifizierung, die den Zentrumscharakter des Gebäudeensembles in diesem Bereich stärken kann. Die Aufenthaltsqualität des Platzes muss in der weiteren Bearbeitung verbessert werden.

    Der an der Westseite des Gebäudes liegende nach Norden gerichtete U-förmige Innenhof bietet eine gute Anbindung an die angrenzenden Freiräume. Die innere Gliederung und funktionelle Aufteilung bedarf weiterer Durcharbeitungen.


INFO-BOX

Angelegt am 16.10.2017, 15:53
Zuletzt aktualisiert 19.10.2017, 11:48
Beitrags-ID 4-147212
Seitenaufrufe 342