loading
  • Gewinner Bauplatz G13C

    EBG gemein. Ein- und Mehrfamilienhäuser Baugenossenschaft reg. GmbH / Dietrich|Untertrifaller Architekten / Kieran Fraser, © PXLAB STUDIOS

    Architekten
    Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH, Bregenz (AT), Wien (AT), St. Gallen (CH), Paris (FR), München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Kieran Fraser Landscape Design, Wien (AT)
    Bauherren: EBG Gemeinnützige Ein- und Mehrfamilienhäuser Baugenossenschaft reg. GmbH, Wien (AT)

    Erläuterungstext
    Auf dem rund 3.000 m² großen Grundstück in der Seestadt Aspern entstehen 90 Wohnungen, davon 59 geförderte Normwohnungen und 31 SMART-Wohnungen, sowie Geschäftslokale, Büros und Ateliers. Der Komplex besteht aus einem länglichen Zeilenbaukörper und einem kompakten, höheren Solitär, die im Untergeschoß miteinander verbunden sind. Der geknickte fünf- bis sechsstöckige Zeilenbau definiert einen attraktiven Vorplatz und schält gleichzeitig den markanten Hochpunkt deutlich heraus. Im Süden entsteht durch die Abknickung ein weiterer begrünter Platz, der den öffentlichen Bereich vom Innenhof abgrenzt und adressbildend für die Wohnbauten wirkt. Reliefierte, mineralische Fassaden, eingeschnittene Loggien und Höhensprünge erzeugen ein abwechslungsreiches Bild. Die Baukörper gewinnen dadurch eine kraftvolle Plastizität und reagieren gleichzeitig auf die Maßstäblichkeit ihrer Umgebung.

    Der geschichtete Solitär stapelt seine Funktionen der Öffentlichkeit nach, von Sport und Gewerbe im Erdgeschoss über Co-Workingspace und Gemeinschaftswohnen auf den darüber liegenden Ebenen zu den reinen Wohngeschossen hin. Die großen Wohnungen sind über Eck organisiert und zweiseitig belichtet. In der Zeilenbebauung mit den etwas tieferen Hallenwohnungen ist der Wohnraum zwischen den beiden Fassaden durchgesteckt und ebenfalls zweiseitig belichtet. Die Ateliereinheiten sind auf alle Geschosse verteilt, ein offener Laubengang zum grünen Hof hin betont die Längsausdehnung und sorgt für stete Bewegung und Kommunikation innerhalb des Hauses. Über natürlich belichtete, großzügige Foyers gelangen die Mieter barrierefrei in ihre Wohnungen. Die privaten Freiräume sind aufgrund der windexponierten Lage als geschützte Loggien ausgebildet.

    Ein Vereinszentrum mit Café und Gastgarten belebt den Vorplatz. Gemeinschaftsräume mit Dachterrassen werden in beiden Baukörpern auf den Dachebenen geplant, um den Bewohnern einen gemeinsamen, ruhigen Rückzugsort zu bieten. Im Zentrum des Quartiers liegt ein von Grünflächen um¬gebener halböffentlicher Innenhof, der vielseitig nutzbare Spiel- und Sportelemente mit attraktiven Sitz- und Liegeflächen verbindet. Das Angebot für alle Altersgruppen ermöglicht eine lebendige Interaktion und Kommunikation zwischen den Bewoh-nerInnen und lädt zu einem aktiven Lebensstil ein. Niederschwellige Sport- und Bewegungsangebote im sozialen Wohnbau sind gerade in wachsenden, dichten Stadtteilen ein wichtiger Beitrag zu einem lebendigen Wohnumfeld. Der zu gründende gemeinnützige Verein See.SC (Seestadt Aspern Sport Club) ist der zentrale Träger der sportiven Leitidee. Ziel ist die Förderung niederschwelliger Bewegungs- und Sportaktivitäten.

    PROJEKTDATEN AM SEEBOGEN, SEESTADT ASPERN WIEN

    Auftraggeber: EBG Gemeinnützige Ein- und Mehrfamilienhäuser
    Standort: A-1220 Seestadt Aspern, Am Seebogen
    Architektur: Dietrich | Untertrifaller
    Projektleitung: Maria Megina, Melanie Högl
    Wettbewerb: 2017 / 1. Preis
    Bauzeit: 2018-2020
    Fläche: 12.220 m² BGF / 8.250 m² NF
    Kapazität: 90 Wohnungen + Geschäftslokale (Ateliers, Co-Working, Vereinszentrum, Sportstudio)

    Partner
    Statik: Gschwandtl ZT, Wien / Haustechnik: dp-Gebäudetechnik, Wien / Bauphysik: Kern+Ingenieure, Wien / Landschaft: Kieran Fraser Landscape Design, Wien / Visualisierungen: © pixLab studios

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Jury lobte besonders, dass die Anlage durch den präzise geformten Platzbereich „in geradezu exemplarischer Weise die Barrierewirkung der U-Bahn-Hochtrasse fast vollständig eliminiere“. Positiv bewertet wurde auch die soziale Nachhaltigkeit: „Das Sportangebot stellt eine wesentliche Ergänzung für die Seestadt Aspern dar. Es kann erwartet werden, dass von diesem Standort Impulse für Fitness und Sport für die ganze Seestadt ausgehen.“