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  • DE-15711 Königs Wusterhausen, DE-15711 Königs Wusterhausen
  • 10/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-266883)

Neubau der Grundschule mit Hort und Sporthalle „Am Bullenberg“


  • Anerkennung

    Lageplan, © capattistaubach Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KERSTEN KOPP ARCHITEKTEN GmbH, Berlin (DE)
    Tragwerksplaner: ifb frohloff staffa kühl ecker, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: Häfner Ingenieure GmbH, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: Planungsgesellschaft für Elektrotechnik Zajusch mbH, Berlin (DE)

    Preisgeld
    9.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Jury lobt die Intension des Verfassers, das Gebäude und die Freianlagen so kompakt wie möglich anzuordnen. Dies macht eine Dreigeschossigkeit des Schul- und Horttraktes notwendig. Der Baukörper erzeugt im Vergleich zur umliegenden Bebauung einen neuen Maßstab. Die Turnhalle mit den vorgelagerten Nebenräumen nimmt sich räumlich gegenüber dem Hauptbaukörper zurück.

    Die Eingangssituation Ecke Chausseestraße/Weißer Grund ist aus mehreren Gründen vorteilhaft. Zum einen sind die Bring- und Abholfunktionen unabhängig zum Durchgangsverkehr geleistet, zum anderen entsteht ein Vorplatz der nicht nur den Eingang markiert, sondern auch zum Verweilen einlädt.

    Die drei Einzelzugänge sind den Funktionen des Gebäudes geschuldet. Der überdachte Bereich zwischen der Turnhalle und der Schule ist der Standardeingang für den täglichen Gebrauch. Der Mehrzwecksaal kann durch den vorgelagerten Eingang auch separat, also in Abendveranstaltungen, vom Vorplatz aus begangen werden. Ferner ist die Sporthalle ebenfalls von einer Vereinsnutzung vom „Weißen Grund“ separat zu nutzen.

    Die Funktionsanordnung von Schule und Hort waren für die Jury gut nachvollziehbar. Die Atriumbildung im Gebäude erzeugt eine ausgezeichnete Orientierung. Die lineare Treppenführung erscheint für eine Grundschule über drei Geschosse als nicht angemessen. Die „Lust“-treppe erzeugt weite Wege und birgt Sicherheitsrisiken. Der umlaufende Flur zur Erschließung der Klassenräume ist ausreichend breit und trägt zur reibungslosen Erschließung bei. Als nicht vorteilhaft sieht die Jury den Zuschnitt der Klassenräume (nahezu quadratisch) da im Inneren der Klassenräume die natürliche Belichtung doch stark abnimmt.

    Das Einpacken des Gebäudes mit einer Holzschalung stellt ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der umgebenden Bebauung dar. Der Gebrauch einer sägerauen Schalung, die nicht durch einen Dachüberstand geschützt wird, birgt konstruktive Mängel.

    Die Freiraumplanung trägt im städtebaulichen Zusammenhang dazu bei, dass ein kompaktes Gesamtensemble aus baulichen Anlagen und Freiflächen gebildet wird. Straßenseitig entsteht ein interessanter Vorplatz der in den inneren Hof überleitet und gestalterisch vorteilhaft die Fahrradstellplätze integriert. Die Anforderung an die WEP entlang des „Weißen Grunds“ wird positiv bewertet. Die Behinderten-Stellplätze sind jedoch zu weit vom Haupteingang entfernt.

    Der Pausenhof ist unbefriedigend gelöst. Hier wäre eine zusätzliche Anbindung über die Tribüne wünschenswert. Ein Schulgarten im Schattenbereich nicht für die Schulleitung nur schwer vorstellbar.
    Der Erhalt des Rodelhangs und der Feuerstelle wird hingegen als sehr positiv eingeschätzt.

    Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes wird positiv bewertet, obwohl im Einzelnen Optimierungen durchgeführt werden müssen. Der Verkehrsflächenanteil sollte reduziert werden. Die Nutzung ökologischer Materialien wird positiv eingeschätzt.