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  • DE-93057 Regensburg
  • 10/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-282067)

Lechstraße - ehem. Pfleiderer Gelände


  • 1. Preis

    Lageplan, © WRW FreiRaumArchitekten

    Landschaftsarchitekten
    Wamsler Rohloff Wirzmüller FreiRaumArchitekten, Regensburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: Köstlbacher Miczka Architektur Urbanistik, Regensburg (DE)

    Preisgeld
    11.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Entscheidung der Verfasser, das Baufeld in drei Hofgemeinschaften zu gliedern und diese im Süden durch einen einfachen Querriegel mit Gewerbenutzung zu schützen, ist ein denkbar einfaches Prinzip und weiß über eine Reihe von Gestaltprinzipien zu überzeugen. Die drei Gebäudeflügel zur Lechstraße rhythmisieren durch die nördliche nach innen geknickte Gebäudehälfte den vielbefahrenen Straßenraum angenehm. Die Höfe werden durch trapezförmige, niedrigere und freistehenden Wohnhäuser, die den Duktus der straßenbegleitenden Bebauung angenehm aufnehmen, gut proportioniert. In ihrer Reihung geben sie eine interessante Raumfolge ab. Hier sieht die Jury zusammen mit der gut funktionierenden nördlichen Spielfläche den geforderten Grünflächenanteil. Der westliche grünbegleitete Weg bietet zudem aufgrund der dichten Vernetzung vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Durch die grüne Durchlässigkeit und der maßstäblichen Bebauung passt sich die neue Bebauung angenehm an die westliche Nachbarschaft an. Einzig im Süden ist die doppelte Tiefgarageneinfahrt weniger überzeugend, auch weil diese Entscheidung den Tausch von Bushaltestelle und Zufahrten erfordert.
    Der Schallschutz wird durch den Gewerberiegel optimal für die dahinterliegende Wohnbebauung gelöst. Die Wohnungsgrundrisse sind ebenso logisch auf die jeweiligen Anforderungen hin organisiert. Nur im südlichsten Kopf müssten bei den Eckschlafzimmern zusätzliche Maßnahmen getroffen werden. Diese Entscheidungen führen so zu keinerlei Beeinträchtigung durch die östlichen Gewerbeflächen, auch deswegen, weil die Lücken schmal und tief sind und sich so der Schalleintrag verringert. Die Jury findet allerdings deren schluchtartige Wirkung unangenehm. Die Verfasser schlagen Fenster zu diesen schmalen Durchgängen vor, deren Qualität nicht nachvollzogen werden kann. Die Lage des geförderten Wohnungsbaus ist vorstellbar. Die Anzahl der Wohnungen ist aufgrund der klaren Entscheidung den Süden nur mit Gewerbenutzung zu besetzen und der leicht höheren Anzahl an größeren Wohnungen im Vergleich zu anderen Vorschlägen ungünstig. In diesem Zusammenhang wird bedauert, dass die möglichen Gebäudehöhen insbesondere im Süden nicht ausgeschöpft wurden.
    Die Fassadenvorschläge, differenziert nach Nutzung und Umfeld, werden positiv beurteilt.
    Im Prinzip versprechen die Baukörper wirtschaftlich zu sein. Die klare Realteilung zwischen Gewerbe und Wohnen lässt sich reibungslos umsetzen. Dem steht der Umbau des Kanals und der geringerer Wohnungsanteil entgegen.
    Insgesamt stellen die Verfasser ein in sich schlüssiges Konzept vor, welches sowohl räumlich, funktional, als auch gestalterisch zu überzeugen weiß.


INFO-BOX

Angelegt am 26.10.2017, 12:43
Zuletzt aktualisiert 07.12.2017, 11:36
Beitrags-ID 4-147618
Seitenaufrufe 137