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  • DE-93057 Regensburg
  • 10/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-282067)

Lechstraße - ehem. Pfleiderer Gelände


  • 2. Preis

    Lageplan M 1:500, © Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH

    Landschaftsarchitekten
    Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH, München (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Hierl Architekten, München (DE)

    Preisgeld
    6.900 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Beitrag beantwortet mit großer Stringenz die städtebauliche Herausforderung der Situation. Entlang der Lechstraße und der Donaustaufer Straße werden die vorgefundenen Baugrenzen aufgegriffen und fortgesetzt. Positiv bewertet wird der Vorschlag, die Gebäude entlang der Lechstraße individuell zu differenzieren.
    Das Abknicken im Norden mit Bezug auf die vorhandene Struktur am Wildbachweg ist richtig und stärkt den Zusammenhalt der vorgeschlagenen Gesamtbebauung. Dadurch wird auch ein qualitätsvoller Freiraum im Norden möglich, der die Raumfolge entlang des Wildbachweges gut abschließt. Die geforderte Größe eines zusammenhängenden Freiraumes wird damit allerdings nicht erreicht. Die dadurch vermiedene Kanalverlegung ist ein weiterer Vorteil dieser an Anordnung.
    Der städtebauliche Akzent im Süden durch sieben Geschosse ist richtig. Die durchgehende fünfgeschossige Bebauung entlang der Lechstraße bietet die nötige Beruhigung für den Innenbereich.
    Die niedrige offene Struktur im Innenbereich bildet die gewünschte Vermittlung zur westlich anschließenden Siedlungsstruktur.
    Die beiden Erschließungspunkte der Tiefgarage liegen richtig. Eine offene fußläufige Verbindung zwischen Lechstraße und Innenbereich wird einmal angeboten, könnte aber verstärkt werden, um die Adressbildung zu fördern.
    Die Gewerbefläche ist auf ein Minimum reduziert und ist richtig platziert. Die Durchmischung der Wohnungen ist insgesamt gut. Die Grundrisse sind klar und gut durchgearbeitet. Problematisch ist die hohe Anzahl der zur Lechstraße und zur Donaustaufer Straße orientierten Wohnungen. Die vorgesehenen Kompensationen durch passive Schallschutzmaßnahmen und ein schlüssiges Lüftungskonzept zeigen die sorgfältige Auseinandersetzung mit diesem Teil der Entwurfsaufgabe. Der Verfasser gereift damit zu der Lösung, die in der Ausschreibung als Ausnahme angeboten wurde. Die damit mögliche Qualitätssteigerung der Fassaden wird konsequent für diegeforderte städtebaulich positive Erscheinung genutzt. Aus fachlicher Sicht bestehen Bedenken, dass diese Lösung der Schallschutzanforderung im Bebauungsplanverfahren abwägungsfähig ist.
    Die innere Erschließung wird richtig und konsequent in Nord-Süd-Richtung geführt. Der Entwurf thematisiert, dass die zwingende innere Erschließung ein offenes, parkähnliches Freiraumkonzept nicht zulässt und bietet mit der starken Nord-Süd-Achse eine richtige Antwort, insbesondere hinsichtlich der unvermeidlichen Überlagerung von Freiflächen und Flächen für die Feuerwehr.


INFO-BOX

Angelegt am 26.10.2017, 12:44
Zuletzt aktualisiert 23.11.2017, 19:19
Beitrags-ID 4-147620
Seitenaufrufe 57