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  • DE-70469 Stuttgart, DE-70178 Stuttgart
  • 01/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-264291)

Neubau und Sanierung Schulcampus Feuerbach


  • 4. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    SIMA | BREER, Winterthur (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Broghammer Jana Wohlleber, Zimmern ob Rottweil (DE)
    Visualisierer: LINK 3D - Wettbewerbsperspektiven und Architekturvisualisierung, Freiburg im Breisgau (DE)

    Preisgeld
    23.400 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Den Verfassern gelingt es, die neuen Campusgebäude als präzise Bausteine in die heterogene Umgebung zu setzen. Sehr überzeugend wird das neue Schulgebäude durch ein Z- förmiges und in der Höhe gestaffeltes Gebäudevolumen in den umliegenden Kontext eingefügt.

    Hervorzuheben ist hierbei die feingliedrige Setzung als vermittelnder Trittstein zwischen dem großmaßstäblichen Volumen der Bismarckschule und der angrenzenden kleinteiligen Wohnbebauung sowie dem historischen Leibniz-Gymnasium. Durch das Abrücken des Baukörpers von der Wiener Straße wird ein angemessener Vorbereich gebildet.

    Durch die gewählte Grundfigur ergeben sich sehr schlüssig die wohl proportionierten Pausenbereiche einhergehend mit den nachvollziehbaren Haupt- und Nebenzugängen. Überdachte Pausenflächen werden nicht angeboten.

    Positiv wird die flexible Nutzbarkeit der Mensa mit den zuschaltbaren Musikräumen gewertet, wenngleich in diesem Falle die Erschließung des hinteren Treppenhauses abgeschnitten wird.

    Das bis über Dach geführte Oberlicht erscheint nicht angemessen. Auch sollte die Dimension der Innenhöfe nochmals überprüft werden.

    Die innere Struktur entwickelt sich schlüssig aus der städtebaulichen Setzung und zeichnet sich in der Organisation durch eine hohe Funktionalität in der Ausbildung der Cluster aus. Hinsichtlich einer detaillierten Ausarbeitung von Innenraumqualitäten erscheint Nachholbedarf.

    Die Räume des Naturwissenschaftsclusters werden leider über zwei Geschosse verteilt, sodass der Funktionsablauf der Fachklassen nicht gewährleistet werden kann.

    Die Ausformulierung der Spothalle erscheint klar und funktional.

    Die starken Eingriffe in den Flurbereichen des Leibniz Gymnasiums werden denkmalpflegerisch kritisch gesehen.

    Das Gestaltungs- und Materialkonzept schafft ein angemessenes Erscheinungsbild und eine schlichte, qualitätvolle Anmutung.

    Die klaren, kompakten Gebäudevolumina lassen in Verbindung mit dem stimmigen Tragwerks- und Fassadenkonzept als hochgedämmter Massivbau eine gute Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Betrieb erwarten. Der Verglasungsanteil liegt im moderaten Bereich. Für die bauabschnittsweise Errichtung wird ein Interim erforderlich.

    Es gibt bei der Arbeit eine Überschreitung der GRZ beim Leibniz-Gymnasium von 0,06. Die sonstigen Vorgaben sind eingehalten.

    Insgesamt stellt die Arbeit einen qualitätvollen städtebaulichen Beitrag mit leichten Schwächen, insbesondere in der Ausarbeitung der Grundrisse dar.