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  • DE-01069 Dresden, DE-01067 Dresden
  • 09/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-257657)

HTW Dresden – Neubau Lehr- und Laborgebäude


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: HPP Architekten GmbH, Düsseldorf (DE), Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE), Leipzig (DE), Köln (DE), Hamburg (DE), Frankfurt (DE), München (DE), Berlin (DE), Istanbul (TR), Shanghai (CN), Shenzhen (CN), Beijing (CN)

    Preisgeld
    18.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Leitidee des Entwurfes ist der städtebauliche Abschluss der offenen Struktur des Zentralgebäudes durch einen sechsgeschossigen U-förmigen Neubau, dessen Flucht bewusst von der Andreas-Schubert-Straße zurückgesetzt wird.
    Durch diese städtebauliche Setzung erschafft der Verfasser bewusst zwei getrennte und in ihrer Qualität völlig unterschiedliche Freiräume. Zum einen der „interne“ Innenhof, der als Wirtschaftshof definiert wird und alle Anliefer- und Lagerfunktionen übernimmt und zum anderen der „öffentliche“ neue Eingangsplatz an der Andreas-Schubert-Straße, der den bestehenden Campus zur Stadt hin verzahnt.
    Der städtebauliche Ansatz wirkt sehr konsequent. Allerdings wird die Qualität des neuen Innenhofes auf Grund seiner Nutzung als Wirtschaftshof insbesondere aus Gründen des Schallschutzes und der Sichtbeziehung aus dem Bestandsgebäude kritisch gesehen. Die räumlichen Angebote des neuen Eingangsplatzes wurden hinsichtlich der Maßstäblichkeit und Aufenthaltsqualität kontrovers diskutiert.
    Die Grundrissorganisation versucht dem städtebaulichen Ansatz zu folgen. Labore mit schallintensiver Nutzung werden zum Wirtschaftshof platziert. Weniger laute und öffentlichkeitswirksamere Nutzungen werden an der Andreas-Schubert-Straße platziert. Durch die annähernd gleiche Gebäudetiefe ist die innere Organisation der Grundrisse wenig flexibel.
    Die Erschließung erfolgt über lange Mittelflure, die wenige Innenraumqualitäten vermuten lassen. Die große Treppenhalle an der Andreas-Schubert-Straße ist durch die brandschutztechnische Abtrennung räumlich wenig wirksam.
    Der konsequente städtebauliche Ansatz wird gewürdigt. Allerdings lässt die Stringenz der städtebaulichen Setzung eine Entfaltung innenräumlicher und architektonischer Potentiale kaum zu.

    Energie- und Nachhaltigkeitskriterien:
    Infolge eines geringen Gebäudevolumens weist die Arbeit im Vergleich zum Wettbewerbsmittel einen geringen Endenergiebedarf auf. Der mittlere Gesamtfensterflächenanteil bei mäßigen Raumtiefen führt zur günstigen Belichtung der Büroräume. Die Tageslichtversorgung der teils 90 m langen, nur an den Enden an die Fassade angeschlossenen Flure ist hingegen ungünstig. Die Kastenfensterkonstruktion mit im Fensterzwischenraum liegenden Raffstore ist effizient, der Sonnenschutz im 1.OG Ost sowie im 4./5. OG im Bereich der Modellfabrik jedoch unklar. Ein Angebot an kommunikationsfördernden Flächen und Räumen ist nicht erkennbar, ein Foyer nicht vorhanden. Trotzdem erreicht die Arbeit nur eine mittlere Flächeneffizienz.