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  • DE-88045 Friedrichshafen, DE-88045 Friedrichshafen
  • 11/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-243162)

Neugestaltung Uferpark inkl. Friedrichstraße und Bahnhofsvorplatz


  • ein 1. Preis

    kein Bild vorhanden
    Architekten
    raumzeit - Läufer, Tausch, Tuczek, Berlin (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: k1 Landschaftsarchitekten - Kuhn Klapka GmbH, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Bahnhofsvorplatz
    Die Anlegekannten der Busse wurden aus den Vorgaben übernommen. Es sind keine neuen Erkenntnisse bezüglich des Betriebs auf dem Bahnhofsvorplatz zu erkennen. Die Platzfläche wird durch die Plattenbeläge strukturiert, Bänke sollen die Aufenthaltsqualität stützen und die Freifläche nutzbar machen. Das Denkmal wird mit zentralem Standort vorgeschlagen, eine Verlegung ist aber nicht zwingend erforderlich. Die gefühlte Ausdehnung bis zur Kannte des Uferparks wird mit der durchgängigen Gestaltung erreicht.
    Die vorgeschlagene Gestaltung führt zu einem großzügigen Gesamteindruck des Platzes und wird positiv beurteilt.

    Friedrichstraße
    Der Verfasser hat sich für eine Südstellung neuer Bäume entlang der Friedrichstraße entschieden und unterstützt damit den historischen Ansatz von 1811. Inwieweit eine Baumreihe auf der Nordseite sinnvoller wäre wird kontrovers diskutiert. Die Fahrbahn der Friedrichstraße wird auf zwei Fahrspuren zurückgenommen und die gewonnene Fläche einem einseitigen in doppelter Richtung befahrenen Fahrradweg zugeschlagen. Bei der Zielsetzung der weitgehenden Verkehrsberuhigung der Friedrichstraße erscheint dies nicht zwingend notwendig Insgesamt betrachtet ist die vorgesehene Konzeption für die Friedrichstraße als stimmig zu bezeichnen.

    Uferpark Ost
    Der Uferpark ist in den Randbereichen zur Karl- und Friedrichstraße im richtigen Umfang kleinteilig strukturiert und beinhaltet vielfältige Funktionen an geeigneter Stelle. Die Aufenthaltsqualität wird durch das Anlegen weitere und ergänzender Wegeverbindungen gestärkt. Die Öffnung des Parks zum See wird positiv beurteilt.
    Die Ausbildung der Uferlinie mit Sitzstufen und Aufenthaltszonen hat eine hohe Qualität. Auf die barrierefreie Ausführung ist zu achten. Eine besondere Qualität hat die Ausbildung eines „dritten Weges“ südlich der Uferpromenade zwischen Innenstadt und Beachkaffee.

    Zentraler Uferpark
    Besonders hervorzuheben ist der freie Sichtbezug vom Stadtbalkon zum See. Die zurückhaltende Bepflanzung steigert die Nutzbarkeit der Festflächen. Die Musikmuschel muss in der jetzigen Form und am Standort nicht erhalten bleiben.
    Die Promenade wird durch die Baumpflanzungen gestärkt und bietet sehr gute Freiräume für die Bespielung der Freiflächen.

    Westlicher Uferpark
    Die Zugänglichkeit des Bereichs über die Ecke Olga/Friedrichstr. ist gut gelöst und führt in den zentralen Parkbereich. Der Übergang der Promenade an das Ufer vor dem Graf-Zeppelin-Haus ist gut gelungen.

    Ufer-West
    Der Ansatz der durchgängigen Holzsteg-Verbindung zum Schlosshorn wird positiv gesehen, könnte allerdings vor dem Graf-Zeppelinhaus entfallen.

    Lage und Ausgestaltung der Erschließung
    Die Außenanbindungen wurden abgesehen von der Anbindung Olgaeck aus dem Bestand übernommen und sind ausreichend.

    Gastronomie
    Die Lage der Gastronomie verbleibt wie im Bestand. Für den Lammgarten wird ein Neubau vorgesehen, dessen Qualität noch nicht nachgewiesen ist. Die Lage der Gastronomie und der Stadtgärtnerei im zentralen Bereich wird positiv beurteilt.

    Qualitäten des Gesamtparks
    Die Qualitäten des Gesamtparks sind in Ihrer räumlichen Ausprägung positiv hervorzuheben. Die vorgeschlagenen Veränderungen halten sich im Vergleich zum Bestand in Grenzen, bieten aber in bestimmten Bereichen, z.B. Im direkten Uferbereich wesentliche Qualitätssteigerungen. Die hohe Qualität des Entwurfes bietet eine gute Voraussetzung für die qualitätsvolle Umsetzung.