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  • 3. Preis


    Architekten
    yellow z urbanism architecture, Zürich (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Oliver Bormann Martin Schröder Sebastian Blecher Christoph Packhieser

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: ASP Atelier Schreckenberg Planungsgesellschaft mbH, Bremen (DE)

    Preisgeld
    10.775 EUR

    Erläuterungstext
    Ort
    Die Neuordnung des Bereichs Zoo/ Stadion bedeutet die Beschäftigung mit einem gegensätzlichen Ort: ein Konglomerat unvermittelt nebeneinander liegender Teilflächen bestimmt heute das Bild: selbstbezogene, autistische Räume. Jeder für sich genommen hat einen Bedarf an Überarbeitung und Neuinterpretation, die eigentliche Herausforderung aber liegt in der Transformation der Versatzstücke zu einer identitätvollen Gesamtheit. Wie kann die Rolle von Zoo und Stadion im städtischen Gefüge neu bestimmt werden? Wie kann aus der derzeitigen Randlage ein wirkungsvoller Auftakt zur Tal-Achse Wuppertals werden? Wir schlagen eine umfassende Neuordnungsstrategie vor, bei der die einzelnen Teilflächen ihren hermetischen Charakter aufgeben und als kommunizierende Räume zueinander in Beziehung treten. Die beiden Hauptflächen, Zoo und Stadion, werden als Schwerpunkte eines neuen Freiraumgefüges herausgearbeitet. Sie bilden eine klar ablesbare Gesamtstruktur aus einerseits offener Fläche und andererseits dem baumbestandenem Landschaftspark.

    Loop
    Bestehende Wegeführungen bilden zusammen mit der neu ausgebauten Sambatrasse und der Fläche am Stadion einen neuen thematischen Ring, der die anliegenden Flächen (Villenviertel, Zoo, Stadion, Bayer Sportpark) miteinander verbindet und fasst. Er wird über gezielte Illuminierung und Materialwahl in Szene gesetzt.

    Stadion
    Die Umgebungsflächen des Stadions werden zu einer durchgehenden, öffentlich zugänglichen Freizeit- und Bewegungsplattform zusammengefasst, in welcher das Stadion und eine Vielzahl kleinerer neuer Sport-Module eingebettet sind. Durch den einheitlichen Bodenbelag wird die gesamte Fläche als eine Einheit wahrnehmbar, welche vom Rand des Zoos bis an die Wupper reicht

    Zoo
    Das Gestaltungskonzept für den Zoo basiert auf dem vorhandenen englischen Landschaftsgarten, versucht aber eine \"Schärfung\" des Siesmeyer-Entwurfs. Die Bereiche zwischen den heutigen Wegen werden formal stärker herausgearbeitet, sodass sie schließlich zu Inseln auf der Fläche werden. So kann das bestehende Grundlayout des Zoos, Gehege und Baumbestände, weitgehend erhalten bleiben und der fällige Umbau dadurch in vielen kleinen Schritten über einen längeren Zeitraum erfolgen. Eine thematische Neuverteilung der Gehege soll einer besseren \"Erzählbarkeit\" und Wissensvermittlung dienen. Es können inhaltliche Themengruppen formiert werden, die in enger Verknüpfung zu den Inhalten des Bionariums stehen: die Jäger, die Gejagten, die Einfallsreichen, die Mondsüchtigen, in der Kälte, in der Wärme, Eroberer der Lüfte etc..

    BIOnarium
    An der Schnittstelle Zoo/ Stadion fungiert ein neues Gebäude als ordnendes und identitätsstiftendes Moment für das Gelände. Der kompakte Hybrid nimmt Parken, Jugendherberge, Zoo-Bionic-Center, Stadion VIP-Lounges, und Gastronomie/ Sonnendeck auf und schafft so eine neue Attraktion für das Gebiet. Der heutige Parkplatz steht als nutzbarer Stadtraum wieder zur Verfügung. Eine lange Gangway schließt das Dach des Hauses an die Sambatrasse an; der Bau dient als Transferium für die Besucher und ist Dreh- und Angelpunkt im Gebiet. In seiner Rolle als \"Edutainment-Center\" ergänzt das BIOnarium den Zoo um einen wichtigen Baustein zur inhaltlichen Neuausrichtung.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.