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  • DE-68161 Mannheim, DE-68161 Mannheim
  • 11/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-265332)

Bauliche Entwicklung der Universität Mannheim und des Friedrichsparks


  • 4. Preis weitergehender Betrachtungsraum

    Visualisierung, © Hähnig-Gemmeke Freie Architekten

    Architekten, Stadtplaner
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Anthony Carimando, Jan Gienau

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Mit der städtebaulichen Entwicklung im Bereich des Übergangs der Stadtquad-rate zum Rhein werden durch bauliche Setzungen und eine durchgängige Ge-staltung des Friedrichsparks, des ehemaligen Schlossparks heute fehlende Ak-zentuierungen und erlebbare Raumkante, Stadträume generiert.

    Im Kontext der südlichen Raumkante der Quadratstadt, der prägenden Solitäre des kurfürstlichen Schlosses, des Amtsgerichts, der Jesuitenkirche und der Sternwarte verzahnt, verbindet sich der südliche Stadtrand über die Parkanlage mit dem aufgewerteten Rheinufer, der Rheinpromenade.
    Bewusst werden die Neubauten der Universität Mannheim raumbildend an die Bismarckstraße orientiert, herangerückt. Die umgestaltete Bismarckstraße mit den südlich vorgelagerten, bestehenden Plätzen, Carl-Philipp-Platz, Schlosshof und Carl-Theodor-Platz wird im westlichen Bereich, im Entwicklungsbereich der Universität um ein attraktives Campusvorfeld ergänzt. Es entsteht eine klare Raumkante nach Norden und der südlich angrenzende Freibereich des Fried-richsparks ermöglicht durchgängige Freiräume, Wegebeziehungen unter Einbe-ziehung der, die Situation, den Ort prägenden Baumbestände.
    Die bestehenden historischen Architekturbausteine werden in ihrer Erlebbarkeit gestärkt und in diesen Gesamtkontext eines Campus eingebunden.
    Die Bismarckstraße bildet das neue Rückgrat der universitären Einrichtungen und schafft somit Synergien, direkte Verknüpfungen, Orientierung zwischen Be-stand und Neuplanung.

    Zwischen Rheinpromenade und südlicher Bismarckstraßenbebauung kann somit ein durchgängiges Parkkonzept von Ost nach West mit wichtigen Verknüpfun-gen, Verbindungen aus der Stadt heraus aufgezeigt werden. Im Westen wird die Bismarckstraße durch eine Platzsituation, ein Gelenk an die Uferpromenade des Verbindungskanals zum Neckar angebunden. Durchgängige Wegeverbindungen, Nutzungsverflechtungen werden ermöglicht. Auf der Ostseite des Verbindungs-kanals entstehen in der Übergangszone zur Quadratstadt punktartige Solitärbe-bauungen für Büro-, Dienstleistung- und Universitätsnutzungen.
    Unter Einbeziehung bestehender, teilweise erhaltenswerter, identitätsstiftender Bausubstanz entsteht ein lebendiges Stadtufer von hoher Aufenthaltsqualität.
    Die sechs Architekturbausteine der zukünftigen Entwicklung der Universität sind bauabschnittsweise und unabhängig voneinander realisierbar. Das Rechenzent-rum bildet nördlich der Bismarckstraße den ersten Bauabschnitt und definiert mit der Bestandsbebauung der Sternwarte und des Seminargebäudes A5 den öffent-lichen Raum.
    In einer weiteren Umsetzungsphase kann in diesem Bereich die Bebauung durch Erweiterungen nach Süden an den Straßenraum heranrücken.
    Die weiteren Solitäre südlich der Bismarckstraße erhalten ein attraktives groß-zügiges Campusvorfeld, welches durch die eingerückten Erdgeschosssituatio-nen, deren Nutzungen und die geplanten Sitzstufen aufgegriffen und unterstützt werden. Sportcenter und Tiefgarage sind in dieses Gesamtensemble eingebun-den. Durch unterschiedliche Geschossigkeiten, Gebäudekubaturen entsteht eine baulich rhythmisierte Übergangszone in den Park. Die Verbindung von histori-schen, denkmalgeschützten Gebäuden und den neuen Universitätsbauten schafft eine eigene Identität, die sich aus der historischen Entwicklung der Stadt heraus begründet.

    Die Neubauten führen die bestehenden Universitätsnutzungen und die geplanten Nutzungen zusammen und stärken diese. Die Universität, der Campus, mit der Bismarckstraße als Rückgrat bildet eine erlebbare Nahtstelle zwischen Stadt-raum, Park und Rheinpromenade und zeigt langfristige Entwicklungsperspekti-ven auf.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.