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  • DE-82418 Murnau am Staffelsee, DE-82418 Murnau am Staffelsee
  • 10/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-267419)

Wohnanlage am Längenfeldweg


  • 2. Preis

    Lageplan, © Breining + Buchmaier Architekten, silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Breining • Buchmaier Architekten I Stadtplaner I Energieberater, München (DE)

    Preisgeld
    9.200 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf zeigt zwei dreigeschossige Baukörper an der westlichen und östlichen Grundstücksgrenze, die durch einen zweigeschossigen Baukörper mit Gemeinschaftsgarten und Dachterrasse nach Norden ergänzt werden. Die städtebauliche Anordnung der Gebäude wird positiv gesehen und setzt die städtebauliche Struktur in selbstverständlicher Weise fort. Die zwei- bis dreigeschossige Bebauung fügt sich gut in die umgebende Bebauung ein. Der Innenhof öffnet sich wohltuend nach Süden und wird auch durch die Gemeinschaftsflächen und den Kinderspielplatz zur freien Landschaft abgegrenzt. Die Erschließung im Norden ist nachvollziehbar und lässt sich für eine langfristige Erweiterung nach Osten fortsetzen. Die Tiefgaragenzufahrt liegt im Osten der Anlage, die lange Zufahrt wird kritisch gesehen. Die Radparkierungsanlage am Längenfeldweg im Zusammenhang mit den Senkrechtparkern ist richtig positioniert.

    Die Wohnungen sind unterschiedlich orientiert und jeweils in der Gebäudetiefe durchbelichtet. Die Fassadengestaltung ist lebhaft, die angebotene Farbigkeit wird kritisch hinterfragt. Die vorgeschlagenen Faserzementelemente in Kombination mit verglasten Balkongeländern lassen den Bezug zu regionalen Baustoffen vermissen. Die Laubengangerschließung erfolgt jeweils von Westen, der nördliche Baukörper ist direkt an die Erschließung des östlichen Baukörpers angegliedert. Die Erschließung ist dadurch wirtschaftlich möglich. Die gesamte Anlage wird nur durch zwei Aufzüge und zwei Treppenanlagen erschlossen. Die Erweiterung der Laubengänge durch Gemeinschaftsbalkone trägt zur Förderung des gemeinschaftlichen Wohnens bei. Die Wohnungstypen sind flexibel veränderbar. Der direkt mögliche Ausgang von den Erdgeschosswohnungen ins Freie und die Zuordnung von Mietergärten wird positiv gesehen und fördert die gegenseitige Kommunikation über die einzelnen Gebäude hinweg.
    Die der Lärmproblematik ausgesetzten Wohnungen entlang des Längenfeldweges haben nur Nebenräume nach Westen, zusätzlich wird der Schallschutz durch verglaste Loggien gelöst. Durch die Tieferlegung des Innenhofes wirkt der westliche Baukörper von der Gesamtanlage etwas abgehängt, die Nutzbarkeit der angegliederten Mietergärten ist aufgrund der Hanglage eingeschränkt. Die durchgängige barrierefreie Nutzung des Innenhofs insbesondere von Westen wird bezweifelt.

    Unter dem östlichen Baukörper befindet sich eine Tiefgarage mit 24 Stellplätzen, der Rest wird ebenerdig entlang des Längenfeldwegs nachgewiesen und kann wirtschaftlich umgesetzt werden. Auch die Gebäudeerschließung mit nur zwei Aufzügen und zwei Treppenhäusern erscheint wirtschaftlich.

    Der Entwurf ist in sich schlüssig, jedoch wäre die Anbindung des westlichen Gebäudes zu überarbeiten.