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  • DE-81245 München
  • 10/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-284487)

Baugebiet WA 2(4) im Entwicklungsgebiet Paul-Gerhardt-Allee


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
    Bauphysiker
    Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Hierl Architekten, München (DE)
    Landschaftsarchitekten: Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH, München (DE), Berlin (DE)
    Tragwerksplaner: LEICHT Structural engineering and specialist consulting GmbH, Rosenheim (DE), München (DE)
    TGA-Fachplaner: Witte Ingenieure, München (DE)
    Brandschutzplaner: K33 Architekten - Steinlehner & Riedner Architekten-Partnerschaft, München (DE)

    Preisgeld
    49.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit beantwortet in sehr konsequenter Art und Weise die Fragestellung der Wettbewerbsaufgabe. Auf der Ebene der Gebäudevolumetrie nimmt sie die Vorgaben des städtebaulichen Entwurfs weitgehend auf. Durch die sehr lange Ausformulierung der Hochpunkte entstehen aber sehr starke räumliche Verdichtungen am Anger und zwischen den einzelnen Hochpunkten.

    Die Arbeit überzeugt durch eine angemessene Antwort auf den öffentlichen Platz, eine konsequente Ausformulierung des städtischen Blockes und sein differenziertes wohnungstypologische Angebot. Der große zweistöckige Gemeinschaftsraum am zentralen Platz sitzt an der richtigen Stelle und bildet hier zusammen mit dem Hofdurchgang die Schnittstelle zwischen öffentlichem Platz- und privatem Hofraum.

    Sehr strukturiert und konsequent werden die Wohnungen entwickelt. Hier ist besonders das sehr differenzierte typologische Angebot aus Park-, Familien-, Dielen-, und Galerie-Wohnungen hervorzuheben.

    Die Kindertagesstätte entspricht grundsätzlich den Anforderungen. Die Treppenhäuser zu den darüber liegenden Wohnungen führen allerdings zu deutlichen Engstellen bei der Raumabfolge. Gut gelöst sind die Lage der Gruppenräume zum Freibereich und die räumliche Verbindung zum zentral gelegenen Mehrzweckraum.

    Die äußere Erscheinung versucht die städtebauliche Haltung eines präzisen städtischen Blocks mit einem modularen Fassadenraster in ein adäquates, ruhiges Fassadenbild zu übersetzten. Die Idee der Verfasser, dem Gebäudeensemble über das Spiel des homogenen Rasters mit individuell auf die Wohnungsgrundrisse reagierenden Verblendungen eine lebendige Anmutung zu geben, wird nicht von allen Jurymitgliedern geteilt. Die statische Struktur und eine kompakt organisierte Tiefgarage lassen eine wirtschaftliche Herstellung erwarten.

    Stadtplatz und Anger werden gestalterisch einheitlich behandelt. Hier wäre nach Meinung des Preisgerichts eine Differenzierung in Material und Ausstattung erforderlich. Eine große Qualität entsteht im Bereich der schlüssig gesetzten Öffnung der Fassade zum Platz mit Gemeinschaftsnutzung. Der Hof wird durch die quer durch den Hof verlaufenden Erschließungswege gegliedert. Die entstehenden grünen Inseln werden gestalterisch - von der Ausstattung und Bepflanzung - gleich behandelt, was die Chance vergibt unterschiedliche Räume und Qualitäten zu schaffen. Der Weg nördlich des Quartiers könnte entfallen zu Gunsten einer größeren Privatheit der Erdgeschosswohnungen. Eine eindeutige Abgrenzung der Freispielfläche der Kindertageseinrichtung nach Süden ist nicht erkennbar und kollidiert mit den nur zaghaft angedeuteten Aufstellflächen der Feuerwehr. Die Feuerwehrzufahrt in den Innenhof über die Platzfläche führt zu deutlichen Einschränkungen in der Platzgestaltung. Die Freihaltung der hierfür notwendigen Flächen kann vom Baureferat Tiefbau als zuständiger Dienststelle für den öffentlichen Platz nicht garantiert werden.

    Der Wettbewerbsbeitrag besticht durch eine optimale Interpretation der städtebaulichen Vorgaben und einen kraftvollen architektonischen Auftritt. Mit einem in Größe und Gestaltung optimal entworfenen Gemeinschaftsraum weisen die Verfasser den Weg zu einer urbanen Raumkante am Platz.