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  • DE-83022 Rosenheim
  • 10/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-284650)

Posthöfe


  • 2. Preis

    © leupoldbrowngoldbach architekten/moka-studio

    Landschaftsarchitekten
    bauchplan ).(, münchen (DE), wien (AT) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: lbgo architekten, München (DE), Boston (US)
    Visualisierer: moka-studio GbR, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Wettbewerbsbeitrag verfolgt als übergeordnetes Ziel, ein lebendiges, verdichtetes Quartier als Teil der Innenstadt Rosenheims ohne minderwertige Randlagen und Rückseiten entstehen zu lassen. Das städtebauliche Konzept wird unter Beibehaltung der bestehenden Kammstruktur entlang der Bahnhofstraße entwickelt. In Weiterführung und Ergänzung des Quartiers entstehen durch Verbindungsbauten drei Hofformen, von welchen zwei mit Sockeleinbauten im Innenhof nachverdichtet werden. Entlang der Anton-Kathrein-Straße entsteht eine winkelförmige Bebauung, die durch einen Knick im Quartiersinneren mit der bestehenden Knotenvermittlungsstelle eine der drei Hofanlagen formt. Im Osten vermitteln Punkthäuser zwischen den außerhalb des Wettbewerbsgebiets liegenden Zeilenbebauungen und dem Baublock um die Knotenvermittlungsstelle.

    Die Durchwegung innerhalb des neuen Quartiers entsteht durch eine gut platzierte Öffnung zur Bahnhofstraße, welche sich in Ost-Westrichtung trichterförmig aufweitet und einen zentralen Quartiersplatz entstehen lässt. Eine weitere Hauptachse führt sinnvoll von Süden nach Norden von der Anton-Kathrein-Straße entlang der Höfe zum Salinplatz und bietet eine neue attraktive Verbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt an. Zur Akzentuierung dieser Stadtachse werden an ihr drei Hochpunkte mit bis zu elf Geschossen vorgeschlagen.

    Das Preisgericht beurteilt diese Bauhöhe kontrovers, erkennt im städtebaulichen Entwurf insgesamt aber ein großes Potential. Das beengte, schluchtartige Entrée im Süden stößt ebenso auf Kritik wie das im Material befremdliche, holzbeplankte Podestband entlang der Bahnhofstraße. Andeutungen zu innovativen Wohnformen sind nicht erkennbar. Die Anordnung der Einzelhandelsnutzung und die Abläufe von Ver- und Entsorgung erscheinen nicht überzeugend.

    Dem Konzept zum neuen Posthöfe-Quartier wird attestiert, dass es ein en lebendigen Baustein der Stadtentwicklung und eine Bereicherung des Stadtbilds von Rosenheim darstellt und als qualitätvolles Bindeglied zwischen dem neu gestalteten Südtiroler Platz, dem Bahnhofsareal und dem nördlich gelegenen Teil der Innenstadt fungieren kann.