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  • 3. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    HOLZWARTH Landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: TRU ARCHITEKTEN, Berlin (DE), Düsseldorf (DE)

    Preisgeld
    8.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Dieser Beitrag überzeugt aufgrund der ruhigen Setzung des Baukörpers als sechsgeschossiger Kubus unter Übernahme der Traufhöhe der Nachbarbebauung an der
    Krumme Straße.

    Die Auseinandersetzung mit dem vorhandenen denkmalgeschützten Gebäudeensemble ist an der gezielten Auswahl des Ziegelmaterials und an der steinernen Anmutung der Fassade ersichtlich, wobei die Gliederung der Fassaden mit geschlossenen, perforierten und verglasten Flächen mit stehenden Formaten den innovativen Ansatz unterstreicht. Das Konzept besticht durch die einheitliche und konsequente Materialauswahl. Durch die Lage des Baukörpers wird der angedachte Auftaktplatz mit Bestandsbäumen und Brunnen als einladender Außenraum zum Gebäudeeingang gestaltet. Die Adressenwirkung wird durch den verglasten Eingangsbereich betont. Die Lage des Cafés an diesem Platz unterstreicht die Aufenthaltsqualität dieses Bereichs.

    Eine Besonderheit dieses Konzepts liegt an dem im 2. Obergeschoss vorgesehenen Stadtbalkon, der den Bezug zwischen innen und außen dieser besonderen Nutzung herausstellt. Die Giebelseite oberhalb des Balkons wirkt jedoch abweisend. Wünschenswert wäre die Verbindung der Balkonetage mit einer besonderen Nutzung, zum Beispiel mit der Konzeptetage.

    Problematisch erscheint die leichte Zurücksetzung des Baukörpers in Bezug auf die Tiefe des Nachbargebäudes, wobei seine schmale Ausformulierung die Wegebeziehung zum Innenhof unterstreicht.

    Die interne Gliederung des Gebäudes ist klar strukturiert und nachvollziehbar. Der Innenflur der Obergeschosse bietet jedoch aufgrund seiner geringen Breite keinerlei Großzügigkeit und Aufenthaltsqualität. Die Lage der geschlossenen und offenen Fassadenflächen wirkt hinsichtlich der Belichtung der Arbeitsplätze problematisch und schränkt die Flexibilität der Raumgliederung ein.

    Aufgrund der kompakten Kubatur des Gebäudes, der steinernen Anmutung der Lochfassade mit geschosshohen Fenster erscheint dieser Beitrag als wirtschaftlich.

    Die komplette Schließung des Erdgeschosses des Gebäudes B hebt die Wegeführung innerhalb des Innenhofes und die Verbindung der einzelnen Baukörper hervor, bringt Haus A jedoch in eine Hinterlage.

    Insgesamt wird dieser Beitrag aufgrund der städtebaulichen Lösung, der konsequenten Materialwahl, des Bezugs zum denkmalgeschützten Ensemble und seines Bekenntnisses zum Weiterbauen vorhandenen Strukturen sehr positiv bewertet.