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  • DE-86609 Donauwörth, DE-86609 Donauwörth
  • 11/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-262787)

Wohnen in Donauwörth | Das neue Alfred-Delp-Quartier


  • 1. Preis Zuschlag

    Gesamtkonzept

    Landschaftsarchitekten
    Lex Kerfers_Landschaftsarchitekten und Stadtplaner BDLA, Bockhorn bei Erding (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Rita Lex-Kerfers

    Mitarbeit
    Camilla Bender

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: MORPHO-LOGIC | Architektur und Stadtplanung, München (DE)

    Preisgeld
    43.000 EUR

    Erläuterungstext
    „Ein neues Quartier in einem vorhandenen Park“

    Die Potentiale des Geländes werden genutzt für die Identität des neuen Stadtquartiers:

    • Der wertvolle vorhandene Vegetationsbestand definiert die Ränder zur umgebenden
    Landschaft und prägt die Atmosphäre im Quartier; er bietet eine Vielfalt von Frei-
    flächen, Spiel- und Erlebnisräumen von Beginn an.

    • Der kurze Weg ins Grüne bzw. die Landschaft ist von allen Baufeldern aus gegeben:
    entweder zur zentralen Grünfläche oder zum Landschaftspark im Süden oder zur
    freien Landschaft im Osten. Das Quartier liegt quasi im Park, in der vorhanden
    parkartigen Eingrünung und bildet damit ein Pendant zur „Parkstadt“ im Norden.
    Die Grünflächen mit ihren Sport- und Freizeitangeboten stellen gleichermaßen
    attraktive Angebote für die Bewohner der angrenzenden Wohnquartiere dar. Durch
    die Öffnung und Entwicklung der Konversionsfläche werden so die bislang isoliert
    liegenden Stadteile östlich der Bundesstraße miteinander verbunden.

    • Die Gehölzbänder am Rand, der „grüne Rahmen“, wird an wichtigen Wegeachsen
    geöffnet, kleine Plätze bilden „Scharniere“ zwischen außen und innen, inszenieren
    als Aussichtsplattformen den Blick in die Landschaft bzw. ins Quartier. An der
    Sternschanzenstraße sind diese Öffnungen als Plätze ausgebildet, „Entrees“ ins
    Quartier. Gleichzeitig stellen sie die Verknüpfungen zur Parkstadt und dem Stern-
    schanzenpark bzw. der Wegeverbindung zur Altstadt her.
    Begleitet wird dieses „Randband“ von einem innenlaufenden Weg mit Fitness-
    Stationen, Rastplätzen und Aussichtspunkten.

    • Es gibt drei markante Grünflächen im Quartier:
    - Der Sportplatz im Norden ist in die Topografie eingesenkt. Die mögliche Unter-
    bauung der Aussichtsbastion bietet Raum für die notwendige Infrastruktur und
    weitere Angebote, wie Kletterturm etc.
    - Die zentrale Grünfläche, der ehemalige Bolzplatz mit seiner Topografie und den
    Gehölzbeständen bildet das „Herz“ des Quartiers. Er wird mit einem „urbanen“
    umlaufenden Rahmen mit eingelagerten Aufenthalts- und Spielangeboten wie mit
    einem Passepartout gefasst und eignet sich mit den in die Böschungen integrierten
    Sitzstufen auch für Veranstaltungen. In Verbindung mit dem Entreeplatz an der
    Sternschanzenstraße bildet er ideale Voraussetzungen als Standort für ergänzende
    Infrastruktureinrichtungen, wie Nahversorgung, Gastronomie, Kleingewerbe.
    - Der größte Grünbereich ist der „Landschaftspark“ im Süden mit seinen groß-
    flächigen Gehölzbeständen, die die Fläche strukturieren und an den Rändern dichte
    Kulissen bilden.
    Während im Süden und Osten der Bestand weitgehend unverändert bleibt, wird der
    nördliche Parkrand in Verbindung mit der Bebauung neu formuliert.
    Ein Heckenband und ein lichter Hain aus Blütenbäumen bilden einen „weichen“
    Übergang vom Wohnquartier zum Park und gleichzeitig eine attraktive Kulisse für
    die Parkpromenade.

    Die zentrale Grünfläche und der „Südpark“ sind über eine grüne Fuge verbunden,
    deren Ende ein Aussichtsplateau mit Blick zur Altstadt bildet. Seitlich davon ist der
    Jugendtreff situiert mit Spiel- und Freizeitangeboten an der ehemaligen Klein-
    schießanlage. Die westlich gelegene Fläche der Flughallen kann temporär als
    „Freizeitwerkstatt“ und für Trendsportarten (z. B. Parcours o. ä.) genutzt werden,
    zumal durch die Shelter eine wirksame Abschirmung zur südlichen Bebauung
    gegeben ist. Die Sternschanze wird - soweit dies möglich ist - freigestellt.

    • Die Oberflächenentwässerung erfolgt größtenteils dezentral über Versickerung auf
    den Baugrundstücken. Zisternen sind obligatorisch, Brauchwassernutzung
    erwünscht. Im zentralen Bereich und an der grünen Fuge wird die Wassersammlung
    und Anlage von unterirdischen Rückhaltebecken vorgeschlagen, um hier
    Wasserspiele zu speisen bzw. das Wasser kontrolliert in Sickerflächen abzuleiten.

    • Die Führung einer Buslinie durch das Quartier in einem angemessenen Takt sowie
    die F/R-Anbindung über die Sternschanze an die Altstadt soll den MIV reduzieren,
    unterstützt von einem Netz von Mobilitätsstationen mit Carsharing und E-Bike-
    Angebot. Das Erschließungssystem ist größtenteils als Mischverkehrsfläche
    ausgelegt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.