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  • DE-86919 Utting am Ammersee, DE-86919 Utting am Ammersee
  • 04/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-270987)

Errichtung von geförderten Wohnungen auf dem Schmucker-Areal


  • ein 3. Preis

    Lageplan, © Breining + Buchmaier Architekten, silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: Breining • Buchmaier Architekten I Stadtplaner I Energieberater, München (DE)

    Preisgeld
    16.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Entwurfskonzept ordnet die Baukörper um vier gut proportionierte Wohnhöfe an. Die Wohnungen werden von der Hofseite über Laubengänge erschlossen. Folgerichtig orientieren sich die Wohnräume nach außen, in östliche, westliche bzw. zum Teil südliche Richtung.
    Die Höfe werden mit ein- bis zweigeschossigen Zwischengebäude teilweise geschlossen. Für die Hausgemeinschaft wird ein differenziertes Angebot mit Gemeinschaftsterrassen und -gärten in den Höfen angeboten. Das 2. OG ist teilweise zu Gunsten von Dachterrassen zurückgesetzt, die sowohl von dort angrenzenden Wohnungen als auch von der Hausgemeinschaft genutzt werden können. Dennoch sind für einen Teil der Wohnungen im 2. OG keine individuellen Freiflächen bzw. Balkone vorgesehen. Den EG-Wohnungen sind auf der Außenseite Terrassen und Privatgärten vorgelagert, die in öffentliche Grünflächen mit Fußwegen übergehen.
    Die Breite der Tiefgaragenzufahrt von der Landsberger Straße scheint mit knapp 6 m nicht ausreichend. Hier wäre eine zweite Rampe zur Schondorfer Straße zu prüfen.
    Sämtliche Wohnungsgrundrisse sind durchgesteckt und lassen bei einer Gebäudetiefe von 12 m eine hohe Wohnqualität erwarten. Die Hauptgebäude sind in konventioneller Bauweise, die Zwischengebäude als Holzbauten vorgesehen. Die Fassaden der Hauptgebäude werden im 1. und 2. OG teilweise mit Holz verkleidet. Die Verkleidungsanteile und die Fensteranordnungen scheinen beliebig und bedürfen der weiteren Ausarbeitung. Ebenso kann die Fassadengestaltung am Quartierszugang an der Schondorfer Straße noch nicht überzeugen. Die von der Ausloberin gewünschten Satteldächer sind so flach geneigt, dass sie aus der Fußgängerperspektive kaum spürbar sind.

    Im Freiraumkonzept ist die Zonierung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiräumen überzeugend gelöst. Die öffentliche Durchwegung bindet das neue Quartier selbstverständlich in die Umgebung ein. Besonders hervorzuheben sind die identitätsstiftenden Nachbarschaftshöfe, die sich logisch aus der Gebäudetypologie entwickeln. Die unprätentiöse Öffnung des Moosgrabens wird begrüßt, der Nachbarschaftsgarten wird kontrovers diskutiert. Der Vorplatz vor dem Gemeinschaftsraum bildet einen überzeugenden Auftakt an der Schondorfer Straße. Die privat zugeordneten Freiflächen wirken angemessen. Zusammenfassend wird festgehalten, dass der Freiraum nachbarschaftsfördernd ist. Das detailliert ausgearbeitete Regenwassermanagement überzeugt und integriert sich gut ins Freiraumkonzept.

    Insgesamt stellt die Arbeit mit ihrer Körnigkeit, den differenzierten Außenräumen und den qualitätsvollen Wohnungsgrundrissen eine schlüssige Lösung für die gestellte Aufgabe dar.