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  • DE-94078 Freyung, DE-94078 Freyung
  • 11/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-269056)

Natur in Freyung 2022


  • 1. Anerkennung

    kein Bild vorhanden
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    Architekten
    FRÖLICHSCHREIBER, Berlin (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: A24 Landschaft, Berlin (DE)

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das übergeordnete Motiv, den einzelnen Teilbereichen des Geyersbergs eine zentrale und verbindende Mitte zu geben, ist nachvollziehbar. Das von den Verfassern dazu gewählte Element des Festplatzes wird auf Grund seiner Ausdehnung und seiner starken baulichen Ausprägung jedoch in Frage gestellt - bildet er damit doch eine starke Zäsur im sonst offenen Landschaftsraum. Durch die kleinteilige Gestaltung der Mitte wird die verbindende Wirkung des Elements zusätzlich konterkariert. Die Einbindung des Festplatzes in eine von Norden nach Süden führende Promenade folgt dem konzeptionellen Wunsch nach einer Verbindung der Teilbereiche. Die Nutzungsqualität, Sicherheit und der Komfort dieser Verbindung wird auf Grund der Ausprägung als gemischt genutzte Straßen- und Fußwegefläche jedoch in Frage gestellt. Vermisst wird darüber hinaus ein angemessenes südliches Ende der Promenade.
    Reizvoll und überzeugend ist hingegen der Vorschlag, die umgebenden Wald- und Wiesenflächen über verschiedene Rundwege („Beltway“, „Gipfelloop“ und „Gartenloop“) an die zentrale Mitte anzubinden und über intensiv gestaltete und mit Spiel- und Aufenthaltsnutzungen belegte „Aktivklammern“ miteinander zu verweben.
    Das vorgeschlagene Parkierungskonzept setzt auf eine dezentrale Anordnung, führt jedoch mit der Abwicklung über einen zentralen Knoten zu einer vergleichsweise großen Verkehrsbelastung im zentralen Freibereich und lässt die Frage nach der Orientierung bei der Parkplatzsuche aufkommen. Die vorgeschlagene Lage des Parkhauses im südlichen Bereich des Wettbewerbsumgriffs wird auf Grund der damit verbundenen langen Fahrwege kritisch gesehen. Fragwürdig erscheint auch die Dimension des Bauwerks und die zu erwartende Beeinträchtigung der direkt angrenzenden Einfamilienhausbebauung an dieser Stelle.
    Als konfliktträchtig könnte sich darüber hinaus die Nähe des inneren östlichen Rundwegs („Gartenloop“) zur Erdgeschosszone des zukünftigen Hotels im Gebäude der GESA-Klinik erweisen.
    Das vorgeschlagene Wegenetz und die Inanspruchnahme der Flächen bewegt sich weitestgehend innerhalb der zur Verfügung stehenden Flächen. Lediglich der Waldsee und die Anbindung des Sees an den „Gipfelloop“ sind hinsichtlich der Realisierbarkeit nicht gesichert.
    Das Flächenlayout der temporären Gartenschau orientiert sich stark am langfristigen Gestaltungskonzept und erscheint damit angemessen und glaubwürdig. Äußerst konfliktträchtig erscheint die Abwicklung des südlichen Anliegerverkehrs über den Zentralbereich der Gartenschau.
    Zu würdigen ist der hohe Durcharbeitungsgrad der Arbeit und die kreativen und phantasievollen Vorschläge für die Spiel- und Erlebnisangebote.
    Insgesamt handelt es sich bei der Arbeit um einen ansprechenden und angemessenen Beitrag für die gestellte Aufgabe, der jedoch stark unter den konzeptionellen und funktionalen Mängeln im Kernbereich leidet.


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