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  • DE-10557 Berlin, DE-10719 Berlin
  • 06/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-271516)

Baufeld 4 - Hochhaus am Europaplatz


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Architekten
    O&O Baukunst, Berlin (DE), Köln (DE), Wien (AT) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Fassadenplaner: priedemann building envelope consultants, Großbeeren (DE), Dubai (AE)
    TGA-Fachplaner: SCHIMMEL Beratende Ingenieure, Berlin (DE), Unterföhring (DE)
    Tragwerksplaner: RSP Remmel+Sattler Ingenieurgesellschaft mbH, Frankfurt am Main (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Der Europaplatz, ein dreieckiger Platz vor dem Berliner Hauptbahnhof, ein Platz für Busse und Vorplatz fürs neue Kunstquartier, ist Schauplatz für das neue Hochhaus: als Auftakt zum Quar-tier, als Headquarter für einen großen internationalen Konzern, die KPMG. Der Bezug zum Bahn-hof einerseits, der Bezug zu bereits bestehenden Hochhäusern im Quartier –ein Dreiklang wird postuliert- sollte hergestellt werden.

    Das geplante Gebäude schließt direkt an einen bereits im Bau befindlichen ersten Bauabschnitt der KPMG an. Von diesem wird die 2-geschossige Fassadenschichtung als Thema übernommen, die Schichtung als spezifische Eigenart des Gebäudes, insbesondere des Hochhauses weiterent-wickelt. So verschieben sich hier die Schichten zueinander, die Grundform wird leicht verzogen, zu Gunsten einer im Raum geschärften Figur. Der Vorgang erinnert an das Schwarze Quadrat, ein Gemälde von Kasimir Malewitsch, dessen Quadrat eines war, das sich im Bildraum leicht verzo-gen zeigt.
    Ähnliches passiert mit dem Hochhaus: Die östliche Platzkante des Turmes weist zunehmend schärfer werdend in Richtung Hauptbahnhof, die ganze Figur bekommt leicht schräge Kanten. Die so gewonnene Eigenart irritiert, ist in der Bewegung am besten zu begreifen. Der helle, strahlen-de Bau verhält sich familiär zumindest zum Tour Total, der mit seinen Anbauten bisher das Quar-tier dominiert. Hier gilt: Modifikation von Quartierseigenheit geht vor übertriebener Eigensucht. Turm und Sockel gehen eine starke Einheit ein: Eine hybride Form –durchaus berlinerisch- ent-steht, die mit der Nachbarn zu dealen vermag, eine satt am Platz verankerte Figur. Dass hier im Sockel das letzte Obergeschoss bis an die Platzkante vorgezogen wird, dient diesem Verschmel-zen von Sockel und Turm.

    Im Inneren des Gebäudes dominiert eine große Eingangshalle: 8-geschossig hoch wiederholt diese Halle die eigenartige leichte Verschiebung der Geschosse. Beginnend mit einem großen blauen Quadrat im Fußboden des Foyers türmen sich die offenen und verglasten Geschoße leicht verschoben übereinander. Hier befinden sich alle Aufgänge und Lifte, Café, Wartebereich und in-terner Zugang zum Restaurant gebündelt und über den Luftraum an die Büro und Konferenzeta-gen angeschlossen. Die Halle ist gleichermaßen Visitenkarte und Herz des neuen Headquarters.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 15.12.2017, 10:27
Zuletzt aktualisiert 15.12.2017, 11:26
Beitrags-ID 4-149930
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