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  • 1. Preis

    Lageplan, © pbs architekten Gerlach Wolf Böhning mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten

    Architekten, Stadtplaner
    pbs architekten Gerlach Wolf Böhning, Aachen (DE), Leipzig (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    24.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurfs einer 5-geschossigen Bebauung als Zeilenstruktur, die gekonnt private Freiraumqualitäten und attraktive Gemeinschaftsflächen in einer Nord-Süd-Wegeachse verbindet, überzeugt als Leitidee und bietet ein sehr gutes städtebauliches Grundgerüst mit gut proportionierten öffentlichen und privaten Freiräumen.
    Der Auftaktplatz bindet das neue Quartier gleichermaßen an die vorhandene Bebauung der Bäuminghausstraße und den Grünzug Zangenstraße an. Auch die beiden Quartiersplätze überzeugen in ihrer Maßstäblichkeit und in ihrer Funktion für Spiel und Kommunikation sowie für die Bildung von Nachbarschaften.
    Die die Wegeverbindung flankierenden Nebengebäude verstärken das räumliche Konzept und schaffen gleichzeitig Raum für Fahrräder, Müll etc. Kritisch diskutiert wurden nur die Nebengebäude in Hinblick auf die Entstehung langer Wege zwischen öffentlichen Freiräumen und halbprivaten Höfen.
    Die Grundrisse sind gut geordnet und stellen die Ausrichtung aller Wohnungen nach Süden beziehungsweise untergeordnet nach Osten und Westen sicher. Die Wohnungszuschnitte bieten eine gute Wohnqualität, lediglich einige Flurzonen können nicht abschließend überzeugen. Die Fassaden spiegeln die klare Grundordnung des Gesamtkonzeptes wieder und zeigen eine hohe unprätentiöse Gestaltqualität. Sinnvoll eingesetzte Varianten im Fassadenbereich lockern das äußere Erscheinungsbild auf.
    Das Parkhaus erfüllt eine Schallschutzfunktion, auch die Realisierbarkeit in den erforderlichen Bauabschnitten ist möglich. Lediglich die Terrassierung der Parkhausostfassade zur Wohnbebauung erscheint aufwändig und wird in ihrer Notwendigkeit hinterfragt. Die intensive Nutzung des Parkhausdaches als Grünfläche erscheint angesichts des sonstigen Freiflächenangebotes überzogen.
    Das Potenzial zur Umsetzung in serieller oder modularer Bauweise ist vorhanden. Die Grundstruktur ermöglicht die Umsetzung einer Serienbauweise sowie die Verwendung von vorgefertigten Einheiten.
    Der Entwurf ist detailliert, in sich stimmig und stellt einen überzeugenden Beitrag zur gestellten Aufgabe dar.