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  • Engere Wahl

    Lageplan, © LAND Germany GmbH & HGMB Architekten GmbH

    Landschaftsarchitekten
    LAND Germany GmbH, Düsseldorf (DE), Mailand (IT) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: HGMB Architekten GmbH, Düsseldorf (DE)

    Erläuterungstext
    Erschließung

    Der neue Fuß- und Radweg „Grünzug Zangenstraße“, eine ehemalige Bahntrasse, verläuft entlang des östlichen Projektareals. Aus diesem Grund werden an den angrenzenden „Grünzug Zangenstraße“ sinnvolle Wegeverbindungen angebunden. Die Ausbildung eines kleinen Platzes am Übergang vom Plangebiet zum Grünzug mit integrierter Fahrradservice-Station dient der Orientierung im Raum. Ein gleichmäßiges Wegenetz innerhalb des Projektraumes stellt notwendige Verknüpfungen mit der Umgebung her. Der Höhenunterschied zwischen Plangebiet, „Grünzug Zangenstraße“ und den umliegenden Wegen wird mit Hilfe einer Rampe und großzügigen Stufenanlage überbrückt. Die netzartige Strukturierung des Freiraums schafft kurze Wege und generiert einen großzügigen, fließenden Freiraum.


    Funktionalität

    Die Reihenhäuser erhalten einen nach Süden gerichteten linearen Garten, welcher durch eine lockere Pflanzung mit Stauden und Gräserbändern zwar abgegrenzt ist, aber dennoch einen möglichst offenen Charakter erhält. Eine natürlich anmutende Vegetation auf der Südseite der Reihenhäuser schafft einen offenen Raum, der strukturreich mit einer Vielzahl an Bäumen, Sträuchern und Bodendecker- und Gräserpflanzungen versehen ist, aufgelockert durch kleine Aufenthalts- und Spielbereiche. Durch die natürliche Vegetation, einen möglichst geringen Versiegelungsgrad sowie eine Dachbegrünung werden positive Auswirkungen auf das Mikroklima im Inneren des Quartiers geschaffen. Aufgrund der Terrassierung des gesamten Geländes nach Süden erfolgt die Versickerung von Wasser an den Wegekanten. Die Dachflächen des Parkhauses können zudem als Freiflächen für Wohnungen genutzt werden.

    Ein Quartiersplatz als zentrales Element im südlichen Teil des Projektraumes soll als Ort der Gemeinschaft und Zusammenkunft in die Planung integriert werden und Identifikation stiften. Ein installiertes Wasserspiel ermöglicht eine flexibel nutzbare Platzfläche. Zusätzlich bietet der Platz Raum für gastronomische Angebote. Im Westen wir der Quartiersplatz von Bäumen und Spielflächen sowie von langen Sitzbänken an den Rändern eingefasst.


    Materialien
    Der vorhandene „Grüne Rahmen“ aus teils sehr großen Bestandsgehölzen wird zusätzliche Pflanzungen von Bäume mit Blüh- oder Farbaspekt ergänzt und akzentuiert.
    Die Materialität im Plangebiet ist eher weich, wassergebundene Wegedecke und Natursteinpflaster unterstreichen den natürlichen Charakter.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser formulieren eine klare städtebauliche Figur, die deutlich an die dichten Quartiere in den östlichen Stadtquartieren anschließt.
    Der Quartiersplatz am Auftakt der Bebauung ist stimmig in Lage und Dimension und leitet selbstverständlich in das Quartier hinein. Das Parkhaus über die ganze Grundstückslänge im Westen leistet den erforderlichen Lärmschutz. Das studentische Wohnen auf zwei Etagen oberhalb des Parkhauses ist jedoch aufwändig, ebenso die für den Lärmschutz erforderliche zusätzliche Glaswand. Dass das Parkhausdach als geschützter Freiraum nutzbar ist, vermag nicht den hohen Aufwand der Überbauung aufzuwiegen.
    Das eigentliche Wohnquartier schließt sich mit Zeilen und abschließenden Winkeln an den Parkhaus- und Wohnriegel an und wirkt in seiner Gleichförmigkeit relativ starr. Der fließende Freiraum ist zu wenig spannungsvoll und wirkt austauschbar.
    Der Wohnungsbau vermag jedoch nicht gänzlich zu überzeugen, zumal durchgehend Laubengangtypen mit sehr tiefen Wohnungsgrundrissen angeboten werden.