loading
  • DE-44147 Dortmund, DE-44122 Dortmund
  • 12/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-268057)

Umfeld Hauptbahnhof Nord


  • ein 1. Preis

    Modell - modellwerk weimar

    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt am Main (DE)
    Verkehrsplaner: ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung, Hamburg (DE)
    Visualisierer: rendertaxi architecture.visualisation, Aachen (DE), Barcelona (ES)
    Landschaftsarchitekten: club L94, Köln (DE)

    Preisgeld
    20.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit setzt auf klare Weise die gründerzeitliche Blockstruktur der Nordstadt fort und orientiert sich dabei an der vorgefundenen Maßstäblichkeit. Ein Bildungscampus und ein achtgeschossiger Bau mit Stellwerk und KiTa ergänzen dabei das Nutzungsspektrum der Wohnhöfe. Die vorgeschlagene Angleichung der Topografie an die Höhenlage der Nordstadt führt allerdings zu erheblichen Eingriffen in das vorhandene Gelände und die bestehende Erschließung.
    Konsequent wird die Idee einer grünen Verbindung zwischen Blücherpark und Bürgergarten verfolgt und baulich umgesetzt. Unterschiedlich bewertet das Preisgericht die möglichen Qualitäten des zwischen zwei Aufstiegen eingespannten Freiraums.
    Die Bebauung des Burgtores mit einem Kultur- und Kreativzentrum und vervollständigten Blockstrukturen ermöglicht eine spannende Abfolge von Räumen und Nutzungen und verknüpft auf angenehme Weise die Stadträume von Brück- und Münsterstraße.
    Insgesamt würdigt das Preisgericht den innovativen Entwurfsansatz rund um die Verkehrsfunktionen. So entsteht nicht nur ein neues städtebauliches und architektonisches überzeugendes Gesicht nach Norden, das der City ein würdiges Pendant gegenüberstellt, sondern auch eine baulich ansprechende Antwort auf die Frage, wie ein Bahnhof des 21. Jahrhunderts aussehen kann.
    Durch die Überlagerung von ZOB und untergeschobenem Parken wird der Raum geschaffen für die großzügige Freiraumgestaltung auf dem oberen Niveau des neuen Stadtquartiers. Gleichzeitig setzt diese Lösung mit der damit verbundenen Mall-Überfahrung einen enormen baulichen und wirtschaftlichen Aufwand voraus.
    Die verkehrlichen Funktionen des ZOB, des Bahnhofsvorplatzes sind der Auslobung entsprechend gelöst. Nicht überzeugen kann der Vorschlag einer Quartiersgarage zur Lösung des ruhenden Verkehrs: sowohl in ihrer Lage als auch in ihrer baulichen Ausgestaltung. Die Zufahrt der Tiefgarage setzt die Nutzung des Postgrundstückes voraus, das derzeit nicht zur Verfügung steht.
    Die starke Geste der grünen Rampe auf dem nördlichen Bahnhofsvorplatz führt zu einer guten Aufteilung des Platzes. Es entsteht eine Differenzierung eines Verkehrs- und Vorplatzes im Westen und eines Multifunktionsplatzes, der sich zu Kino und Steinwache orientiert. Gleichzeitig führt diese Bebauung allerdings zu einer erschwerten Orientierung.
    Insgesamt ein Beitrag, der die gewünschte Aufwertung der Nordstadt mit hohen gestalterischen Qualitäten vereint, jedoch einen außergewöhnlichen wirtschaftlichen Aufwand voraussetzt.