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    Architekten
    AG5 Architekten + Stadtplaner PartGmbB, Darmstadt (DE)

    Verfasser
    Joachim Klie , Matthias Pilz

    Mitarbeit
    Andres Krause, Christoph Kornmayer

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: S. Lukowski + Partner, Darmstadt (DE)

    Erläuterungstext
    1. Leitidee / Städtebauliche Einbindung
    Die 2-geschossigen Baukörper entlang der nördlichen Grundstücksgrenze bilden den baulichen Abschluß und eine Abschirmung zur geplanten Wohnbebauung. Die kammartige Ausformung der obergeschossigen Klassentrakte mit Innenhöfen gliedern die durchgehende Gebäudefront des EG und reagieren formal auf die Zeilen der gegenläufigen Wohnbebauung. Eine Akzentuierung erfährt das Schulgebäude durch den höheren Baukörper im Bereich der Planstraße, gleichsam als Gegengewicht zur hier geplanten mehrgeschossigen Wohnbebauung. Ein Höhenversatz zwischen Schule und Kita vermittelt zwischen unterschidlichen Geländeniveaus.

    2. Erschließung
    Äußere Erschließung: Die Erschließung des Schulgebäudes erfolgt direkt von der Planstraße aus, die Erschließung des Kita über den nördlichen entlang der Grundstücksgrenze geführten Weg, der gleichzeitig die notwendige Feuerwehrzufahrt bildet. Zusätzlich übernimmt dieser Weg die Andienungsfunktion für den Küchen- und Essbereich, sowie Erschliessungsfunktion für den Mehrzweckraum mit Umkleide bei externer Nutzung. Die Fortführung des Fuß-und Radweges aus der geplanten westlichen Grünanlage erschließt den Schulkomplex von Süden über den Pausenhof (Schulweg). Parkplatz und Fahrradabstellplatz sind jeweils den Zugangsbereichen von Schule und Kita zugeordnet. Vor dem Schulgebäude ist eine Haltebucht für den Bus vorgesehen.
    Innere Erschließung: In Verlängerung des Schuleinganges wird eine zentrale Erschließungsachse durch das Gebäude geführt. Diese erweiterte Gangzone bildet die 2-geschossige Schulstraße, sie dient als Aktions-und Begegnungsfläche, sowie als Pausenhalle. Der Schulstraße angelagert sind,- je nach Funktion direkt oder indirekt über Stichflure erschlossen-, die jeweiligen Nutzungseinheiten. Die Vertikalerschließsung erfolgt über Treppenhäuser entsprechend Brandschutz und Fluchtweganforderung, sowie über Aufzüge jeweils getrennt für Schule und Kita. Notwendige 2. Rettungswege werden für alle OG.-Räume über großflächige Dachterrassen behindertenzugänglich nachgewiesen.

    3. Räumliche Organisation
    Schule:
    Entwurfsbestimmend für die räumliche Organisation sind separat erschließ- und nutzbare Funktionseinheiten:
    - Verwaltungsbereich der Eingangszone im EG zugeordnet
    - Allgemeiner Unterrichtsbereich im Obergeschoß, Klassenräume konzeptionell als Gruppe ("Nachbarschaft") angeordnet
    - Gruppenräume BGS und Fachraumtrakt mit separater Erschließungsmöglichkeit über 3 Geschosse angeordnet
    - Mehrzweck- und Essbereichals räumliche Verknüpfung von Schule und Kita, zugleich stellt diese erdgeschossige Raumgruppe über den Pausenbereich ein verbindendes Element zwische Innen- und Aussenraum dar. Die notwendig größeren Raum- und Konstruktionshöhen im Mehrzweckbereich, werden über einen erdgeschossigen Niveausprung geschaffen, zugleich passt sich hierdurch die Erdgeschossebene höhengleichem Aussengeländes an.
    Kita :
    In Verlängerung des Schulkomplexes bildet die Kita den baulichen Abschluß nach Osten. Die Anordnung der Gruppenräume erfolgt über 2 Geschosse, Krippengruppe und Gemeinschaftsraum befinden sich im Obergeschoß. Die unteren Gruppenräume erhalten zusätzlich eine Galerieebene. Küche und Essraum verknüpfen die Kita ebenerdig mit der Schule, im Obergeschoß besteht eine Verbindung über die Galerie der Schulstraße zum gemeinsam nutzbaren Werkraumbereich.

    4. Freiflächenkonzept
    Die Wegverbindung von der westlich geplanten Grünanlage wird aufgenommen und im Grundstücksbereich mittig fortgeführt. Die als Fuß-und Radweg dienende Verbindung, bildet die Zäsur zwischen halböffentlichen ( Pausenhof, Kita-Freibereich ) und öffentlichen, allgemein nutzbaren Freiflächen. Um möglichst zusammenhängend gestaltbare Geländeflächen zu erhalten, werden Sport-und Tummelplatz mit Laufbahn an die untere Grundstückgrenze gelegt. Die Freianlagen sollen im wesentlichen gärtnerisch mit Rasenflächen und Baumgruppen gestaltet werden. Spiel- und Ruhezonen für unterschiedliche Altersgruppen werden inselartig in die Anlagen integriert.

    5. Kunst-Konzept
    In erweiterten Zonen und Bereichen entlang des zentralen Spazierweges sollen im Freibereich Objekte regionaler Künstler plaziert werden. Entsprechend erhalten Straßen des angrenzenden Künstlerviertels Namen aus den Bereichen skulpturalen Kunst (Barlachweg, Rodin..., etc.)

    6. Gestaltung
    Vorgesehen sind Stein, Holz,Glas und Metall in wechselnder und funktional sinnvoller Verwendung. Hieraus resultierend, wird eine einfache konventionelle Schotten-/ Stützenkonstruktion mit nichttragenden, raum-bzw. geschoßhohen Fassadenelementen und entsprechender wechselnder Ausfachung vorgeschlagen. Geputzte WDVS-Fassaden werden wegen der Unterhaltungs- und Vandalismusproblematik vermieden. Für die Bereiche mit Massivwänden sind farbige Bekleidungen vorgesehen. Aus Gründen einfacher Baukörpergestaltung, der Wirtschaftlichkeit und Ausgleichsanforderungen sind Flachdächer mit bereichsweise extensiver Begrünung vorgesehen.

    7. Energiekonzept / Ökologie
    Kompakte Bauweise und Nutzung regenerativer Energiequellen bilden das energetische Grundkonzept, hierzu zählen insbesondere
    - Nutzung von Erdwärme für Heizzwecke in Form von Wärmetauscher im Breich der EG- Bodenplatte,
    - Nutzung von Biomasse für Heizzwecke in Form einer Hackschnitzelheizanlage,
    - Nutzung von Solarstrahlung für WW- Bereitung und Elektroenergie durch Photovoltaik. Verwendung massenreiche Bauteile im Innenbereich sorgen für klimatischen Ausgleich im Winter und Sommer, Sonnenschutzelemente werden automatisch über Solarzellen gesteuert, kontrollierte Raumlüftung, Lüftungsklappen für Nachtkühlung ergänzen das Konzept.Der Entwurf berücksichtigt ökologische Anforderungen durch Begrenzung von Flächenversiegelung, Grauwassernutzung, Dachbegrünung sowie allgemein durch Verwendung umweltschonender Baustoffe.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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