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  • DE-81249 München, DE-80804 München
  • 12/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-274331)

Wohngebäude in München Freiham WA 16 und WA 18


  • ein 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Visualisierer
    expressiv.at, Wien (AT)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: AllesWirdGut, Wien (AT), München (DE)
    Landschaftsarchitekten: toponauten LaGmbH, Freising (DE)
    Modellbauer: Mattweiss Architekturmodellbau, Wien (AT)

    Preisgeld
    33.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen sieben unterschiedliche Stadthaustypen als eigenständige Adressen vor und setzen somit die Prämissen des Freihamer Masterplanes konsequent um. Die städtebaulichen Vorgaben mit variierenden Gebäudehöhen werden abgebildet. Lediglich das durchgängig siebengeschossige Haus in WA 18 am grünen Anger weicht von der sechsgeschossigen Vorgabe ab, stellt jedoch eine dem Konzept angemessene Lösung zur Diskussion. Für die unterschiedlichen Stadthäuser wird eine vergleichbare Erschließungssystematik entwickelt, welche auf die jeweilige Orientierung reagiert. Die Ausformung zweier „Sicherheitstreppenhäuser light“ an der Aubinger Allee stellt einen interessanten neuen Erschließungstypus zur Diskussion. Sollten die Sicherheitstreppenräume nicht umsetzbar sein, ist zusätzlich eine Anleiterbarkeit gewährleistet. In Verbindung mit teils zweigeschossigen „Stadtloggien“ entstehen großzügige Treppenräume von hoher räumlicher Qualität. Durch Reduzierung auf lediglich sieben Erschließungskerne wird die vorgenannte Großzügigkeit mit Vier- bis Sechsspännern kompensiert. Die vorgeschlagene Nutzungsverteilung im Erdgeschoss an der Aubinger Allee ist schlüssig. Die Zugänglichkeit aller Treppenkerne aus dem Innenhof ist trotz der Kita-Nutzung ungestört. Die Kita entspricht grundsätzlich den Anforderungen, die Größen der Einzelräume wären allerdings noch anzupassen. Die klar strukturierte Anordnung der bodentiefen Fenster erzeugt ein der Aufgabe angemessenes städtisches Bild. Die klassische, gründerzeitliche Ordnung von Sockel, Mittelzone und Dach wird subtil in ein eigenständiges modernes Bild transferiert. Der Vorschlag, die Tiefgarage auf das Baufeld WA 16 zu reduzieren, wirkt zunächst überraschend, stellt jedoch im Hinblick auf eine wirtschaftliche Umsetzung einen interessanten Beitrag zur Diskussion. Die Eigenständigkeit der jeweiligen Häuser wird durch leichte Farbnuancen erreicht, ohne dabei die Zusammengehörigkeit und die Ablesbarkeit als Quartier zu schmälern. Die monolithische Konstruktion der Außenfassaden erscheint schlüssig. Die differenzierte Ausprägung der jeweiligen Fassaden zu den unterschiedlichen Stadträumen wird konsequent umgesetzt. Das breite Spektrum der unterschiedlichen Wohnungstypologien ist konsequent durchgearbeitet und auch im Hinblick auf den jeweiligen Erschließungstypus von hoher Qualität. Die Verfasser stellen einen hochwertigen, der komplexen Bauaufgabe angemessenen Beitrag zur Diskussion.

    Die Freianlagen halten überwiegend die Kriterien aus dem Bebauungsplan und die geforderten Auslobungskriterien ein. Die zu geringe Überdeckung der Tiefgarage wird bemängelt, ebenso die nicht barrierefreie Erschließung der Dachgartenflächen.
    Die modellierten Schollen zeigen ein Potential für verschiedene Raumbildungen und Nutzungen. Der Ansatz, mit einem zweiten baulichen Rettungsweg auf die Feuerwehrbefahrung des Hofes zu verzichten, wird sehr begrüßt. Auch die zum Innenhof gewandten abgeschlossenen Privatgärten lassen eine gute Privatsphäre und Nutzbarkeit erwarten. Die Haupterschließung des südlichen Baukörpers im WA18 vom Park aus ist baurechtlich mit der Nutzung des öffentlichen Parkwegs nicht umsetzbar. Die gemeinschaftlich genutzten Dächer sind mit mehr als 25% nachgewiesen, die gestalterische Qualität ist aufgrund der reduzierten Darstellung noch nicht zu erkennen.


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