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  • DE-60549 Frankfurt am Main, DE-76229 Karlsruhe
  • 01/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-275039)

Anbau / Umbau Renaissance-Schloss Augustenburg zu einem Senioren-Zentrum


  • Anerkennung

    Rendering, © wulf architekten

    Architekten
    wulf architekten, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Schlossbau wird ergänzt durch einen Baukörper, der einen sich nach Grötzingen öffnenden Hof bildet. Gleichzeitig ist der Hof das behütete Kernstück des Gebäudeensembles. Über diesen Hof, der auf das Niveau des Parkplatzes abgesenkt wurde, findet die Erschließung statt. Hauptzugang, Restaurant, Tagespflege und Wohnungen sind ebenerdig zugänglich; die daraus entstehenden Aktivitäten beleben den Alltag des Pflegeheims und ziehen das öffentliche Leben ins Haus. Die Öffnung und Zuwendung zum Ort wie die Kulmination des gemeinschaftlichen Lebens an einem Ort wird positiv bewertet. Allerdings wird die Dimension des Baukörpers mit fünf Geschossen als zu mächtig bewertet, die Position des Gebäudes vor dem Geländeversprung verstellt eine Charakteristik des Areals.

    Durch die zentrale Lage der Haupterschließung sind kurze Wege möglich. Die Organisation der Grundrisse weist mit unbelichteten Eckräumen Mängel auf. Die barrierefreie Andienung der im Schloss positionierten Wohnungen ist allerdings nicht gewährleistet.

    Der Schlossbau als Ausgangspunkt der Wettbewerbsaufgabe scheint zum untergeordneten Bestandteil des Gebäudekomplexes geworden zu sein. Die dargestellten Fassaden konzentrieren sich auf die Darstellung der Neubauten und zeigen einen Bautypus, der dem Ort wenig entspricht. Das Aufeinandertreffen der beiden Altersschichten wird nicht dargestellt und wird in der vorgeschlagenen Baukörperkonfiguration kritisch hinterfragt.

    Denkmalpflege:
    Der Altbau wird grundsätzlich respektiert, wobei die Schaffung eines nach Nordosten geöffneten Hofes zwar der Idee eines Renaissance Schlosses widerspricht, jedoch auf Grund der spezifischen Baugeschichte akzeptabel erscheint. Problematisch ist die Absenkung des Innenhofes bis zur westlichen Wand des Schlossflügels - beziehungsweise die Freistellung des Kellergeschosses - beziehungsweise die neuen Kelleröffnungen in der Kellerwand zum Hof. Die Nutzung des Kellergewölbes als Restaurant ist positiv zu bewerten.