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  • DE-80939 München, DE-80636 München
  • 05/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-284224)

Innovationscampus Freimann in München


  • ein 2. Preis

    Innovationscampus Freimann, © Eller Architekten/Moka Studios

    Architekten
    Eller + Eller Architekten, Düsseldorf (DE), Berlin (DE), Moskau (RU) Büroprofil

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit stellt eine einzige Art von Gebäude als wiederkehrenden Typus ins Zentrum ihres städtebaulichen Ansatzes. Dabei ergeben sich vor allem bei der Lage der Eingänge und den Setzungen der Hochpunkte Situationen im Stadtraum, die als zu schematisch kritisiert werden. Die bauplastische Figur stellt sich als eine fünfgeschossige Basis mit zergliedernden Einschnitten dar, die durch zwei geschossige Aufbauten akzentuiert wird. Die sich ergebende Kleinteiligkeit, verstärkt durch die Einführung eines Horizonts im 5.OG, wird im Zusammenhang mit den Zielen des Bebauungsplans kritisch gesehen. Die Eingänge zum Bauteil A liegen gut platziert und schaffen eine Adressbildung für das Gebäude. Die Lage der Eingänge zum Bauteil B scheint zu sehr dem beschriebenen Schema verpflichtet und nutzt nicht die Chancen, die ein Zusammenspiel der Eingänge im städtischen Raum bietet.

    Typologisch schlagen die Verfasser ein Atrium-Gebäude vor, dessen innerer, überdachter Freiraum, die sogenannte „Townhall“, kontrovers diskutiert wird, dessen Potenziale zur Definition eines gemeinsamen Miteinanders in einem potentiell von mehreren Mietern genutzten Gebäude allerdings positiv gewertet wird.

    Die vorgeschlagene Tribüne bildet einen vielversprechenden Ort des gegenseitigen Zeigens und Lauschens. Allerdings wird die Höhe der 5-geschossigen Halle in Frage gestellt. Die inneren Verbindungen über den Raum dieser „Townhall“ hinweg werden als positives Merkmal gewertet. Die Dimension des Atriums im Bauteil B erscheint für die gezeigten Organisationsmodelle des Arbeitens als zu knapp bemessen.

    Insgesamt lässt die gezeigte Organisation der Grundrisse eine wirtschaftliche Nutzung erwarten. Die Teilungen der Mieteinheiten in Zahl und Größe wirken stimmig. Die Chancen, die das Atrium zur Adressbildung der einzelnen Einheiten bietet, werden erkannt und gut genutzt. Die Fassadengestaltung gliedert zwar die Volumen gut,lässt aber den gewählten Maßstab als zu kleinteilig für den Ort erscheinen.

    Hingegen ist die gezeigte Materialisierung dem Ort angemessen, erscheint allerdings im
    Zusammenhang mit den gegebenen Kosten als zu optimistisch. Die Höhenlage des obersten Geschoßes führt ganz knapp zu einer Einordnung des Bauwerks als Hochhaus. Dies wird als korrigierbar eingeschätzt.

    Insgesamt leistet die Arbeit einen gut durchgearbeiteten Beitrag, wirft aber vor allem aus
    stadträumlicher Sicht gewichtige Fragen zur Setzung der Hochpunkte und der Zugänge auf.


INFO-BOX

Angelegt am 17.01.2018, 11:37
Zuletzt aktualisiert 18.01.2018, 16:18
Beitrags-ID 4-151143
Seitenaufrufe 302