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  • DE-12357 Berlin, DE-12040 Berlin
  • 12/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-272967)

Zentrum für Sprache und Bewegung


  • 1. Preis


    Architekten
    AFF Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)

    Preisgeld
    8.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    In der Gesamtstrukturierung nimmt der Entwurf das Bild von der ‚Stadt in der Stadt‘ auf, was durch die giebelständige Baustruktur stimmig in dessen heterogenen Stadtraum betont wird.

    Die öffnende Geste zum Stadtplatz bietet ein gutes Entree für die angelagerten Nutzungen. Das Gelände orientiert sich großzügig, aber behutsam zum Efeuweg. Die transparente Struktur im EG gewährt auch zum Schulinnenhof eine gute Durchlässigkeit.

    Der Haupteingang liegt stimmig in der Ecksituation zum Vorplatz. Von hier gelangt der Besucher über die zentrale Campusgalerie in die einzelnen Gebäudebereiche. Das Erdgeschoss, vom Verfasser Galerie- und Bewegungslandschaft genannt, zeichnet sich durch eine fließende Raum- und Erschließungsstruktur mit eingestellten Raumelementen aus.

    Im Erdgeschoss befindet sich das ‚Kaffeehaus‘, das den Platz westlich flankiert und sowohl zum Vorplatz wie zur Schule Außenräume anbietet. Das Café erstreckt sich mit einem Luftraum über zwei Geschosse; vom Seminarraum im 1. OG öffnet sich ein Fenster zum Café. Im Innern überzeugt die großzügige Campusgalerie, die ohne Weiteres mit dem Musikraum zusammen geschaltet werden kann.
    Das Obergeschoss – vom Verfasser als Seminar- und Kurslandschaft bezeichnet – ordnet die Kursräume sorgfältig an den Außenkanten an und ermöglicht im Innern angemessene Begegnungszonen. Die Loggien stellen interessante Ergänzungen dar.

    Die Dachlandschaft im Obergeschoss bietet besondere Raumqualitäten und -erlebnisse. Die durchgängige Materialität der Metallschindeln über Fassade und Dach fasst die bewegte Gebäudestruktur angenehm ein. Der Brandschutz muss in einigen Punkten optimiert werden.

    Insgesamt ist der Beitrag ein überzeugendes Beispiel dafür, wie mit wenigen, intelligent eingesetzten Mitteln ein einprägsamer Ort geschaffen werden kann, der neben seiner eigentlichen Funktionserfüllung auch einen sozialen Mehrwert für die Stadt darstellt. Die Konzeption, schlüssig von der sensiblen städtebaulichen Einordnung bis in die sorgfältige Fassadengestaltung durchgehalten, wird den programmatischen und architektonischen Vorstellungen des Auslobers an das Zentrum für Sprache und Bewegung an diesem speziellen Ort in besonderer Weise gerecht.