loading
  • DE-76684 Östringen, DE-76684 Östringen
  • 01/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-274759)

Erweiterung des Schulzentrums


  • 1. Preis

    Günter Hermann Architekten, Stuttgart

    Architekten
    Günter Hermann Architekten, Stuttgart (DE), Tuttlingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Siegmund Landschaftsarchitektur, Schömberg (DE)

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen vor, den zentralen Platzbereich des Schulzentrums aufzuwerten und zu stärken. Die Eingänge der Schulgebäude werden über Vordächer gefasst, die Platzmitte über eine Pergola akzentuiert. Die Plateaus sind über ordnende Rampen alle barrierefrei untereinander erschlossen. Besonders gestärkt wird die Platzmitte aber durch ein Zugangskonzept über vier Zuwege, die den Schulen zugeordnet werden können. Ihrem städteräumlichen Konzept folgend, schlagen die Verfasser vor, die drei neuen Nutzungen in einem Baukörper vorzusehen, der die bislang ungestaltete Aufweitung im Westen fasst und dadurch entscheidend aufwertet. In dem neuen Baukörper sind den drei Nutzungen jeweils eigenständige Eingangssituationen zugeordnet:

    Die Bibliothek liegt unmittelbar am Westzugang des Geländes und kann erdgeschossig sehr gut erreicht werden. Die Mensa wird einem eigenen Zugangsplateau zugeordnet mit einem Blick über den zentralen Freibereich. Die subtil gelöste Ausstellung der Mensaterrasse in der Flucht des nordsüdlichen Hauptweges als Endpunkt dieser Achse steht stellvertretend für die hohe räumliche Qualität, in der Innen- und Außenräume vorgeschlagen werden.

    Der Zugang des Jugendzentrums erfolgt konsequent von Süden außerhalb des inneren Freiraums. Der Jugendtreff ist so integriert, dass seine Erstellung aber auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann, ohne Beeinträchtigung der baukörperlichen Wirkung.

    Die Konzentration der neuen Nutzungen wird von den Verfassern auch gestalterisch durch ein großes, verbindendes Dach dargestellt. Die Zusammenlegung in einen Baukörper ist zudem in der Erstellung wirtschaftlich, insbesondere bei gleichzeitiger Erstellung von Bibliothek und Mensa. Bei einer Aktivierung der vorgeschlagenen Treppe zwischen Mensa und Bibliothek sind zudem Synergien für eine gemeinsame Nutzung, etwa bei Abendveranstaltungen, denkbar.

    Die Struktur der Innenräume ist selbstverständlich und in hoher Qualität gelöst. Alleine die Austarierung der Tagesbelichtung in der Bibliothek zwischen Glasflächen mit Ausrichtung nach Norden und indirekten Oberlichtanteilen, lässt eine angemessene und hohe Innenraumqualität erwarten. Durch die vorgeschlagene Ausführung der sichtbaren Tragstruktur in Sichtbetonqualität wird zudem der Zusammenhang zu den Bestandsgebäuden gestärkt.

    Es wird diskutiert, die Lage des Verkehrsübungsplatzes am Nordzugang des Schulgeländes zu überdenken. Durch die Zusammenlegung der Nutzungen am Westzugang bleibt im Norden eine Fläche für zukünftige Erweiterungen erhalten.

    Der Entwurf löst die komplexen Anforderungen in hoher Funktionalität und ist als ein Baukörper auch wirtschaftlich. Zudem verspricht er eine große innen- und außenräumliche Qualität in der Weiterentwicklung des Schulareals.