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  • DE-03044 Cottbus, DE-03042 Cottbus
  • 01/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-269600)

Hafenquartier Cottbus


  • 3. Preis

    © QuerfeldEins

    Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Architekten
    QUERFELD EINS Landschaft | Städtebau | Architektur PartGmbB, Dresden (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Daniel Stöcker-Fischer , Annegret Stöcker , Frank Großkopf

    Mitarbeit
    Justina Antonia Luetgebrune, Sebastian Weingart, Catalina Galupa

    In Zusammenarbeit mit:
    Visualisierer: LINDENKREUZ EGGERT | Bildermacherei & Utopografie, Dresden (DE)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit „Weiße Kante“ weist eine klare städtebauliche Grundfigur auf, die sich eindeutig auf den Ostsee und die vor-gelagerte Uferpromenade bezieht. Diese Gliederung ermöglicht eine sukzessive Entwicklung der einzelnen Baufelder. Wenngleich die städtebauliche Gestaltung etwas schematisch wirkt entsteht eine angenehme maritime und urbane Atmosphäre (Bildwirkung).

    Das Verhältnis zwischen öffentlichen Erschließungsflächen und privat nutzbaren Baufeldern erscheint ausgewogen. Der zentral angeordnete Platz überzeugt als Gelenk für die Erschließung des Quartiers und als Zugang zum Zukunfts-fenster auf dem Wasser mit Seebühne. Als Schwerpunkt in der Mitte des Quartiers kann dieser Bereich eine Anstoß-wirkung für die Entwicklung der benachbarten Bebauung entfalten. Eine stärkere baukörperliche Ausdifferenzierung im zentralen Platzbereich wäre jedoch wünschenswert um die Zugangssituation von der Landseite zu akzentuieren.

    Die Landseite im nördlichen Bereich des Hafenquartiers erscheint im Übrigen räumlich und gestalterisch wenig ausformuliert. Eine Präzisierung wäre hier wünschenswert.

    Die deutlich erkennbare und stimmige Abfolge von Nutzungsbereichen (Parkanlage und Hotel im Norden, Dienst-leistungen im Zentrum, Restaurant, Läden, Wohnen, Marina und Gesundheitszentrum im Süden) ist eine Stärke des Entwurfes. Die Einordnung der Marina und des Hafengebäudes am südlichen Endpunkt überzeugt in ihrer Bildsprache und auch wegen dem ausreichenden und realistischen Angebot an Nebenflächen.

    Die Uferpromenade ist gut proportioniert. Die konkrete Gestaltung wirkt jedoch schematisch und gewöhnlich. Die zwischen den Wohngebäuden angeordneten Kolonnaden mit ihren Ladennutzungen wirken belebend.

    Die kammartige Erschließungsstruktur erzeugt ein klares Grundgerüst. Einige Bereiche bedürfen jedoch einer Überarbeitung. So wird die unmittelbare Nähe der Knotenpunkte an der B 168 als problematisch gesehen. Außerdem sollte die Führung des Radverkehrs einfacher und für das Quartier nutzbringender eingeordnet werden. Die Unterbringung des ruhenden Verkehrs der Besucher wird nicht beantwortet. Die Einordnung der Rampen der Brücke über die Bundesstraße im Anschluss an den Aussichtsturm ist nicht gelöst.

    Die Arbeit überzeugt mit einer guten städtebaulichen Setzung die im Detail jedoch in bekannten Bildern gefangen bleibt.