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  • 1. Preis

    Lapeplan M 1:1000, © Schegk

    Landschaftsarchitekten
    Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner, Haimhausen (DE), Memmingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: KPW Papay Warncke und Partner Architekten mbB, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    1. Freiräume
    Das Freiraumkonzept unterscheidet zwischen öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiflächen sowie Erschließungsräumen. Während in Letzteren Baumreihen für räumliche Durchgrünung und Struktur sorgen, werden die öffentlichen Flächen im Park und die halböffentlichen Flächen in den Höfen von unregelmäßigen Baumpflanzungen und Wiesenflächen geprägt.
    Der Baumbestand an der westlichen Grenze wird soweit als möglich erhalten und um eine Ost-West verlaufende Baumreihe als Grünverknüpfung ergänzt.

    1.1 ‚Moosrosenpark‘
    Zwischen den städtebaulichen Großformen der Bebauung mit den beiden Blöcken im Osten und der Zeile im Westen entsteht ein markant gefasster, zentraler Freiraum, der als Quartiers-Park die Funktionen einer öffentlichen Grünfläche wahrnimmt. Dabei wird die geforderte Regenwasser-retention mit einer zentral gelegenen Wasserfläche zu einem zentralen Gestaltungsmittel gemacht. Durch die dafür erforderliche Eintiefung entsteht am östlichen Parkrand eine westorientierte Sitzstufen-Arena, die besonders am Nachmittag/ Abend zum Sitzen einlädt. Zu den ‚Punkthäusern‘ im Westen steigt der Park dann sanft an, die Eintiefung ist jetzt mit 1,50 m gedacht. Diese Retentions-mulde lässt sich auch gut mit dem geforderten Wasserspielplatz kombinieren und verbinden. In der Ost-West-Achse des Moosrosenweges führt ein ‚Damm‘ durch/ über die Wasserfläche, der auch als Abschnittsbildner dienen kann, wenn der Ideenteil (zunächst) nicht realisiert wird. Der Park ist ansonsten eine mit Bäumen unregelmäßig überstanden ruhige Grünfläche. Die geforderten Spielplatzfunktionen werden in den Park integriert. An seinem Nordende endet der Park mit bzw. in einer kleinen Platzfläche.

    1.2 Höfe
    Die großzügigen Hofräume in den Blöcken bieten neben den privaten Gartenflächen unmittelbar an den Gebäuden gemeinschaftliche Grünflächen, die ein vielfältiges Angebot für Aktivitäten der Bewohner beinhalten: Kleinkinderspielflächen, Sitzplätze etc.
    Für die Andienung des Kindergartens im südlichen Hof ist zumindest per Fahrrad die kleine Platzfläche im Hof geeignet.


    2 Erschließung
    Der auch schon im Bestand abknickende Moosrosenweg wird als zentrale Quartierserschließung genutzt. In dem beidseitig von Bebauung eingefassten Teil, der sich in Ost-West-Richtung erstreckt, werden an der Fahrbahn von 6 m Breite Senkrechtparker angeordnet, um bereits in der Zufahrt von der Braumfelder Chaussee Straße möglichst viel Besucherverkehr abzufangen und das Quartier im Inneren zu entlasten. Der Querschnitt erreicht hier die in der Auslobung dargestellte Breite von 20 m. Der um einen nördlichen Ast ergänzte, Nord-Süd-verlaufende Teil des Moosrosenweges bleibt demgegenüber aufgrund der einseitigen Erschließungsfunktion auch im Querschnitt deutlich zurück, es gibt nur einseitig Längsparker. Somit wird auch der Park nicht mit Stellplätzen abgetrennt. Insgesamt werden so rund 70 öffentliche Stellplätze geschaffen. Der nördliche Ast des Weges mündet in die abknickende Vorfahrt der Bestandsstraße ein. An seinem Nordende entsteht eine Platzfläche mit grüner Mitte, die sowohl die Wendemöglichkeit bietet wie auch großzügig Zufahrt und Zugang zum Kindergarten, wie in der Auslobung gefordert. Der davon nach Süden abgehende Erschließungsweg für die westliche Zeilenbebauung ist ein reiner Anliegerweg, ohne Durchgangsverkehr, aber offen für Feuerwehr und Rettung.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.