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  • DE-22523 Hamburg
  • 12/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-291516)

Eidelstedt Eisenbahnerviertel


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    HAHN HERTLING VON HANTELMANN, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Ute Hertling

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: eins:eins architekten Hillenkamp & Roselius Partnerschaft mbB, Hamburg (DE)

    Preisgeld
    55.000 EUR

    Erläuterungstext
    Ziel der vorgeschlagenen städtebaulichen Eingriffe ist eine behutsame Nachverdichtung, die die Bewohnerdichte signifikant anhebt, und gleichzeitig die vorhandenen stadträumlichen Qualitäten des Quartiers stärkt. Hierzu werden insbesondere die grünzugbegleitenden Punkthausketten und die blockbildenden Strukturen ergänzt. Das Eisenbahnerviertel in Eidelstedt bekommt eine neue Mitte mit Supermarkt, Nachbarschaftstreff, Kita und einer Platzachse als Treffpunkt. Es wird auch zukünftig im Park gewohnt, mit altem Baumbestand und weiten Rasen- und Wiesenflächen. Ein Hauptweg als Rad- und Fußwegeverbindungen durch das Quartier, verbindet die Grünräume und Wohnstandorte von Norden nach Süden und von Osten nach Westen. Entlang des Weges liegen Plätze mit unterschiedlichen Angeboten für die Bewohner: Spiel- und Bewegungsflächen, Quartiersplätze, Themengärten, Sport- und Grillplätze, eingebettet in die grüne Bestandsstruktur des umgebenden Geländes.

    Ute Hertling / Nicolaus von Hantelmann
    Mitarbeit: Raquel Sainz de Recalde, Federico Bordin.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Grundidee der Verfasser „Wohnen im Park“ ist nachvollziehbar und in weiten Teilen sehr überzeugend umgesetzt. Das städtebauliche Konzept der gegliederten und aufgelockerten Stadt ist konsequent fortgeführt und an sinnvollen Standorten baulich ergänzt ohne den Maßstab zu sprengen. Im östlichen Teilbereich C wird die Zeilenstruktur angemessen ergänzt. Die vorgeschlagene Bebauung nördlich des Alpenrosenwegs ist überzeugend und beeinträchtigt nicht die Landschaftsachse am Jaarsmoor. Die ergänzenden Baukörper im Teilbereich A sind gut platziert. Bezüglich der vorgeschlagenen Bebauung am Krummer Kamp bestehen begründete Zweifel zur Realisierbarkeit (angrenzender Sportplatz im Süden). Der zentrale Bereich am Alpenrosenweg ist mit Supermarkt, Café, Waschsalon und Nachbarschaftstreff sehr überzeugend gestaltet und an der richtigen Stelle, erscheint in seiner Ausformulierung in Bezug auf die Platzflächen jedoch überdimensioniert. Der „Auftakt-Treffpunkt“ zur Kita wird in dieser Form für nicht erforderlich gehalten. Die Vorschläge zum ruhenden Verkehr (Parkdecks, Tiefgaragen etc.) sind in Ordnung, die ebenerdigen Senkrechtstellplätze an den Straßen sind jedoch kein guter Beitrag. Die Grundstruktur des Freiraumkonzepts mit der zentralen Wegeachse und den angelagerten Spiel- und Aufenthaltsangeboten ist gut und konsequent mit differenzierten Ausstattungen durchgearbeitet. Im Bereich des 70er-Jahre Städtebaus erscheint die sehr formale Wegeführung jedoch überzogen. Sehr lobenswert sind der Erhalt und die Ertüchtigung des Bolzplatzes im Norden. Insgesamt zeichnet sich der Entwurf dadurch aus, dass er die Eingriffe in die bestehenden Strukturen vergleichsweise geringhält und den Zielen der Auslobung Rechnung trägt.