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  • DE-86482 Aystetten
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-289602)

Neugestaltung Ortsmitte Aystetten


  • 1. Preis

    Perspektive, © silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten, Braunger Wörtz Architekten

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Braunger Wörtz Architekten, Ulm (DE)
    Visualisierer: Architektur & Zeichnung, München (DE)

    Preisgeld
    11.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser der Arbeit 1002 zeigen ein Gesamtkonzept von großer Klarheit – stimmig in Dimension und Orientierung werden öffentliche Räume von spezifischer Qualität beidseitig der Hauptstraße entwickelt. Geschickt verknüpfen sich Bestand und Ergänzungen zu einem harmonischen Bild. Über den Griff einer Behandlung der Fahrbahnoberfläche und der durchgehenden Fortführung vorhandener Heckensäume wird die Mitte Aystettens sanft herausgestellt.
    Die Verfasser schlagen eine einheitliche Gestaltung der Oberflächen vor – ein kleinformatiger Pflasterbelag und der gegrindete Asphalt der Straße geben dem Benutzer und dem Autofahrer beim Passieren ein Signal – für das Zentrum mit seinen wichtigen Einrichtungen und Geschäften. Diese Markierung wird als sehr gute Möglichkeit gesehen, mit Gestaltung zu differenzieren und Achtungszeichen zu setzen, auch wenn im Einzelnen dem Preisgericht noch nicht ganz klar ist, wie die Umsetzung der Asphaltbehandlung vonstattengehen kann.
    Das Parkieren wird dezentral angeboten, im Sinne einer ortsverträglichen Maßstäblichkeit. Die Anzahl und Robustheit der Parkplätze sind im Detail zu prüfen. Die Verfasser zeigen insgesamt ein großes Einfühlungsvermögen in den Ort. Den Verfassern ist wichtig, einen räumlichen Abschluss im Norden zu schaffen und dabei Potenzialflächen für Gemeinbedarf anzubieten. Mit den vorgeschlagenen Baukörpern südlich des Kindergartens wird ein angemessener Abschluss geschaffen – der Platz stimmt in seiner Proportion.
    Die gestalterischen Mittel, wie die Freistellung des „Grünen Hirsch“ sowie der zurückgesetzte Bier-und Festgartenbereich lassen freien Blick auf das Schloss zu. Die Verkehrsführung auf der Nordseite wird entkrampft. Die Adalbert-Stoll-Straße führt ohne Verschwenkungen ins nördliche Wohngebiet, der Schloßanger wird als zweitrangige Straße zurückgenommen. Das Preisgericht kann diesen Vorschlägen gut folgen.
    Die Bushaltestellen an der Straße bleiben bestehen, die Haltebuchten werden zugunsten größerer Warteflächen aufgegeben. Das entspricht den Vorstellungen einer verbesserten Ein- und Ausstiegslösung für die Nutzer des ÖPNV. Im Süden wird grundsätzlich das gleiche Materialkonzept für Wege und Platzräume eingesetzt, damit wird eine großzügige Wirkung erreicht ohne den Maßstab des Ortes zu überziehen.
    Wohltuend einfach und robust gelöst ist die geschickte Einbindung schwieriger Situationen und Details, wie Tiefgarageneinfahrt, Fahrradstellplätze und eine Gräserhecke als Abschirmung der offenen Stellplätze im Bereich des Neubaus.
    Die Betonung des Vorbereichs an der Ecke Hauptstraße/ Bahnhofsstraße durch einen großen Einzelbaum wird begrüßt, ebenso die einfache Einbindung des Wasserspiels in die Platzfläche. Die kurze Bahnhofstraße ist gut zoniert und bindet sich mit ihren baumüberstandenen Parkplätzen ebenso positiv in das Gesamtbild ein.
    Insgesamt ist das Preisgericht beeindruckt von der konzentrierten Arbeit, die wenige Zutaten benötigt, um den Gesamtbereich zu gestalten und Aystetten eine neue Zentrierung zu geben.