loading
  • DE-85579 Neubiberg
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-274113)

Bürgerzentrum Neubiberg 2022 – Rathaus-Erweiterung und Sanierung


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    k1 Landschaftsarchitekten - Kuhn Klapka GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: raumzeit - Läufer, Tausch, Tuczek, Berlin (DE)

    Preisgeld
    5.100 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der langgestreckte Neubau mit Satteldach, in Form und Gestalt an das bestehende Rathaus angelehnt, aufgespannt in Nord-Süd-Richtung, formuliert einen großzügigen, wohlproportionierten Rathausplatz. Der Neubau übernimmt die Trauf- und Firsthöhen des Altbaus und schafft somit ein klares Ensemble, auch im Zusammenspiel mit dem Haus für Weiterbildung. Die gemeinsame Rathausfunktion ist eindeutig ablesbar. Der aus Neu und Alt L-förmig ausformulierte Baukörper mit der neuen Platzsituation stärkt entsprechend der Rathausfunktion die Ortsmitte und lässt vielfältige, gemeinsame Nutzungen zu. Die Gestaltung des Platzes hat jedoch noch Potential.

    Die Anbindung an den Bestand gewährleistet ein eingeschossiger, gläserner, zurückhaltender Verbindungsbau, über den auch die Erschließung sowohl vom Rathausanger, als auch vom neuen Rathausplatz erfolgt. Kontrovers diskutiert wurde jedoch die kleinteilige Unterteilung des Eingangsbereichs.

    Die Funktionsbereiche sind zwischen dem Bestand und dem Neubau logisch und klar verteilt. Der neue Sitzungssaal mit seinen dienenden Funktionen wie Foyer, Teeküche usw. ist im hohen Dachgeschoss des Neubaus untergebracht. Obwohl der Raum großzügige und repräsentative Raumproportionen aufweist, verstärkt durch ein durchgängiges Oberlicht am First, werden die fehlenden Aus- und Einblicke aufgrund der geschlossenen Dachkonstruktion kritisch gesehen. Hier würde man sich mehr Transparenz nach außen wünschen.

    Auf der Ostseite des Neubaus schlägt der Verfasser einen Tiefhof vor. Die Räume des Kulturamts sind hier situiert und angenehm zum neuen Rathausgarten hin orientiert. Des Weiteren sieht der Entwurf kleinere Abgrabungen und Lichthöfe nördlich und südlich des Verbindungsbaus vor, welche sehr kritisch beurteilt werden, da diese doch sehr negativ in die Platzgestaltung sowohl des Rathausangers, als auch des neuen Rathausplatzes, unmittelbar neben den Eingängen, eingreifen.

    Die Lage der Tiefgaragen-Abfahrt direkt neben der Fußgängerzuwegung vermindert die Qualität der Erschließung von der Hauptstraße aus. Eine Entzerrung des Fußgänger- und Autoverkehrs wäre hier wünschenswert.

    Der konstruktiv als Holzskelettbau mit Holz-Beton-Verbunddecken und großzügig verglaster Pfosten-Riegel-Fassade vorgeschlagene Baukörper lässt aufgrund von BGF und BRI auf eine wirtschaftliche Umsetzung schließen.