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  • DE-26382 Wilhelmshaven, DE-26382 Wilhelmshaven
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-267281)

Neubau des Trilateralen Weltnaturerbe Wattenmeer-Partnerschaftszentrums (TWWP)


  • 3. Preis


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    Landschaftsarchitekten
    JUCA architektur + landschaftsarchitektur, Berlin (DE)

    Verfasser
    Carolin Fickinger , Judith Brücker

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: FORMATION A, Berlin (DE)

    Preisgeld
    8.000 EUR

    Erläuterungstext
    Vitale Südseite
    Südlich der Innenstadt von Wilhelmshaven gelegen markiert die Kreuzung von Jadeallee (Stadtachse) und Emsstraße einen neuralgischen Punkt kurz vor dem Grodendamm auf dem Weg Richtung Jadebusen (Wattenmeer).Gegenwärtig ist diese Situation als Verkehrsführung (Kreisverkehr) wahrnehmbar, doch schon in naher Zukunft wirdmit der städtebaulichen Entwicklung vitale Südseite jenes Bindeglied zwischen Wiesbadenbrücke und Banter See eineweitere Aufgabe zu erfüllen haben.
    Der Wettbewerb - Neubau Trilaterales Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrum - befasst sich mit der ehemaligen militärisch genutzten Konversionsfläche am Ufer des Banter See. Der hier zu entwickelnde attraktive Campus mit Nutzungen aus Gemeinbedarfs- und Forschungseinrichtungen wird nicht nur seinen städtischen Anschluss an jenem neuralgischen Kreisverkehr (der als Platz noch keinen Namen trägt) erhalten, sondern es verlangt ebenso nach einer Verbindung Richtung Wiesbadenbrücke um über „Teilräume unterschiedlicher Nutzungen“ ein städtischen Band an Wilhemshavens Südseite zu knüpfen.
    Balance
    Über das Wettbewerbsgrundstück eröffnen sich mit der Entwicklung eines städtischen Bandes wesentliche Bezüge aus der Stadt in die umliegende Natur: zum Einen entsteht mit dem zukünftigen Banter See Park ein Stadtgarten mit direktem Zugang zum Banter See (Nord-Süd Ausrichtung) und zum Anderen ein sukzessiver Übergang der südlichen Stadtkante über das Naherholungsgebiet entlang der Emsstraße bis zu den im Westen gelegenen Naturschutzgebiet
    (Ost-West Ausrichtung).
    So präsentiert sich unser städtebaulicher Entwurfsgedanke, angelehnt an die aufeinanderfolgenden Ablagerungsschichten des Watt (Sand - Misch - Schlick), in einer Schichtung der Nutzungen entlang der Emsstraße, wobei die Randbereiche sanft ineinander übergehen und sich gegenseitig verzahnen. Verbindendes und überlagerndes Element ist der Baumfilter: Wie auch die Priele weit aus der ständig mit Wasser bedeckten Wattzone in die Gezeitenzone hineinragen, überspannt das lockere Baumraster mehrere Schichten.
    Das Areal wird in drei Bereiche gegliedert: Campus, BanterSeePark, Ufer.
    Der Campus wird als Band vorgesehen dessen Saum nördlich von der Emsstraße und südlich von der Allee zum Banter See definiert ist. Innerhalb dieses ca. 50 m breiten und 600 m langen bilden sich, den jeweiligen Nutzungen zugeordnete Freiräume und Plätze, die eine Durchwegung fördern und interne räumliche Beziehungen schaffen. Die Querung des Campus erfolgt in drei baumbestanden Passagen, die sich an dem vorhanden Baumbestand orientieren und das Quartier in vier Baufelder aufteilen. An dieser Stelle ist langfristige eine Verlängerung der Passagen und somit die Durchwegung über die Emsstraße zum Handelshafen anzudenken. An der Allee zum Banter See (Atlantic Hotel Promenade am Park) markiert die bauliche Flucht des Campus eine deutliche städtische Kante im Süden von Wilhemshafen. Mit dem Campus erhält das TWWP einen attraktiven Hintergrund.

    Während die schnellen, zielgerichteten Verbindungen sich eher in das orthogonale und effiziente Muster der vorherigen Nutzung eingliedern, führen frei aufgespannte, vielfach verzweigte Flanierwege durch die Landschaft.
    Dabei werden bestehende Elemente wie die zentrale Baumreihe und das Plateau vor dem ehemalingen zweiten Bunker integriert und genutzt.
    Durch Verbindung und Überlagerung beider Systeme wird das Spannungsfeld des Ortes zwischen Geschichts- und Zukunftsort, Stadtkante und Naturraum, zwischen Forschung und Freizeit aufgegriffen und ablesbar. Die Übergänge der Bereiche Campus, BanterSeePark und Ufer mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften werden durchdrungen und dabei miteinander verwebt und die Fäden der Flanierwege durchdringen das städtische Band über das Grundstück hinaus in Richtung Wiesbadenbrücke und Innenstadt.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit gliedert das Wettbewerbsgrundstück in drei Bereiche: Entlang der Emsstraße werden Baukörper bandförmig zugeordnet, die durch die Baumreihen gerahmt erden. Die Parkplätze sind in einem Parkhaus untergebracht. Dahinterliegend öffnet sich das Gelände zu einer Festwiese, die in eine dünenartige Landschaft zum Banter See hin übergeht und so die Wattenmeerthematik angemessen berücksichtigt.
    Positiv gesehen wird die Eingangssituation zum Wettbewerbsgrundstück, die zwischen Veranstaltungshalle und TWWP in die Dünenlandschaft führt.
    Die Verfasser sehen ein Gebäude vor, welches im Erdgeschoß die öffentlichen Funktionen aufnimmt. Diese sind um den Bunker herum angeordnet und fügen sich, auch durch die Gestaltung ihrer skulpturalen Dachform in die geplante Dünenlandschaft ein. Die restlichen Funktionen sind getrennt durch ein Luftgeschoß mit Bibliothek, oberhalb des Bunkers zugeordnet.


INFO-BOX

Angelegt am 25.02.2018, 14:53
Zuletzt aktualisiert 20.04.2018, 22:43
Beitrags-ID 4-152598
Seitenaufrufe 52

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