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  • DE-78467 Konstanz, DE-78462 Konstanz
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-273424)

Brückenkopf Nord in Konstanz


  • ein 1. Preis Zur Überarbeitung aufgefordert

    © w+p Landschaften

    Landschaftsarchitekten
    w+p Landschaften, Berlin (DE), Offenburg (DE), Schiltach (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Hans-Jörg Wöhrle

    Mitarbeit
    Ana Stifanic

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: schaudt architekten bda, Konstanz (DE)
    Investoren: ACTIV-IMMOBILIEN GmbH & Co. KG, Böblingen (DE), Schemmerhofen (DE)

    Preisgeld
    65.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Idee, den Konstanzer Brückenkopf mit klassischen städtebaulichen Mitteln als urbanes Quartier zu entwickeln, ist den Verfassern hervorragend gelungen: Die Nahtstellen zu den angrenzenden Gebieten sind gut entwickelt. Drei gut geschnittene und skulptural gestaltete Baublöcke nehmen die geforderten Nutzungen auf. Im Inneren verspricht das angebotene Nutzungsbild ein lebendiges und gemischtes Quartier.
    Linear aufgereihte Gebäuderiegel mit dienenden Funktionen (u.a. temporäres Wohnen und Ateliers) schirmen den Stadtraum wirksam gegen die Immissionen der B 33 ab. Im Süden wird das verfügbare Baugrundstück von den aufgereihten Gebäuden überschritten. So tritt die lineare Struktur an ihrem Endpunkt in Konflikt mit der städtischen Planung zur Entwicklung der Uferzone in Ost-West-Richtung.

    Zwischen den gemischt genutzten Baublöcken und der abschirmenden Gebäudezeile spannt sich ein konischer, sich zum Seerhein öffnender Freiraum auf, der als Mitte des Quartiers gedacht ist. Der großzügige Platz auf Stadtebene wird verkehrsfrei gehalten und hat trotz seiner Erschließungsfunktion ein hohes Potential, um Aufenthaltsqualität zu schaffen. Die von den Verfassern vorgetragene Idee, das nördliche Ende dieses Freiraums mit einer Kinopassage zu besetzen, stärkt dieses Konzept und wird von der Jury ausdrücklich begrüßt, weil die Anziehungskraft wechselnder, an alle Generationen adressierter Programme wesentlich zur Frequentierung der Freiräume beitragen wird. Der lang gestreckte Raum wird vor seiner Rolle als urbaner Nukleus noch mehr gerecht werden, wenn die begleitenden Nutzungen im Erdgeschoss auch in frequenzarmen Tageszeiten zur Belebung beitragen.
    Über eine Galerie ist das Quartier mit dem öffentlichen Raum am Seerhein verbunden. Es sollte untersucht werden, ob die im Quartier zu erwartende Frequenz eine Aufteilung der Fußgängerströme auf zwei Ebenen erlaubt.

    Die Jury lobt einen städtebaulich prägnanten Beitrag, der richtig dimensionierte Volumen um einen attraktiven öffentlichen Raum gruppiert. Es werden Adressen gebildet und Orte zum Verweilen angeboten.