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  • DE-59065 Hamm, DE-59065 Hamm
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-266773)

Kanalkante Hamm – Innenstadt 2030


  • 3. Preis

    © hammerich landschaftsarchitekten, N2M Architektur & Stadtplanung GmbH BDA

    Stadtplaner
    N2M Architektur & Stadtplanung GmbH BDA, Hannover (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Niels Vauth , Marco Miglioranzi

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: hammerich landschaftsarchitekten, Neustadt (DE)

    Preisgeld
    17.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit wird als ein besonderer Beitrag gewürdigt, der versucht, ein neues urbanes Quartier an der Kanalkante zu entwickeln. Die Stärkung des im Entwurf angelegten Quartieres zu mehr Fußläufigkeit und Autofreiheit wurde in der Überarbeitung nachvollziehbar umgesetzt. Die frei zu bespielende Uferkante wird durch vielfältige temporäre Freiraumnutzungen angereichert. Alle Überarbeitungshinweise sind aufgenommen.

    Allerdings ist das Preisgericht nicht überzeugt, dass die gewählten Raum- und Gebäudetypen, die richtige Wahl für die Gestaltung eines Innenstadtquartiers sind. Reihenhäuser stellen sicher keine angemessene Antwort auf die sich stellende Bauaufgabe dar. Mit den gewählten Mitteln erreichen die Verfasser keine eine wesentliche Verbesserung zum Ausgangentwurf. Es irritieren auch die städtebauliche Positionierung zur Adenauerallee mit privaten Gärten und nicht nachvollziehbaren offenen Tiefgaragenzufahrten. Trotz guter Ausgangspunkte entsteht schließlich eine eher fragmentierte Raumstruktur, die durch ungünstige Orientierung der eher schützenswerten Freibereiche keine Qualitätsverbesserung bringt.

    Das Potenzial der Aufgabenstellung, den Stadtkern von Hamm mit einem neuen Quartier freiräumlich zu verbinden, konnte in der Überarbeitung leider nicht umgesetzt werden. Sowohl die Schnittstelle zur Stadt am Hans-Böckler-Platz als auch der Übergang über die Adenauer-Allee wirken nicht identitätsbildend.

    Gleiches gilt für die zahlreichen Quartiersplätze, die in ihrer räumlichen Qualität und Nutzung nicht ausreichend lesbar und verständlich zuzuordnen sind.

    Immer noch überdimensioniert wirkt die Erschließung des Wohnquartiers mit separater Anbindung. Die öffentlichen Räume sind im Bereich des Kanalufers mit Dreiecksplatz, Hofraum und Straßen nicht eindeutig genug, um eine für die Stadt Hamm neue Prägung einer Stadt am Wasser zu entfalten.