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  • CH-4502 Solothurn, CH-4500 Solothurn
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-272584)

Schulanlage Brühl - Neubau Doppelkindergarten und Tagesschule


  • 3. Preis

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    Projekt
    Bei Zwergen, Elfen und Waldtrollen

    Landschaftsarchitekten
    Umland, Zürich (CH)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: nuak Architekten, Zürich (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit massvoller Distanz wird ein eingeschossig quadratisches Ensemble auf der südlichen Rasenfläche ortsbaulich situiert. Die leicht vom Boden abgehobene Gesamtform beinhaltet beide Nutzungseinheiten, die über einen erlebnisreichen gedeckten Durchgang von der Strasse zur Schule erschlossen werden. Das umlaufende Vordach und das gleichgrosse Holzdeck definieren den Neubau, welcher durch die geschickte Anordnung der Aussenräume mit lockerer, begrenzender Bepflanzung in die bestehende Anlage eingebunden wird.

    Die Tagesschule mitsamt ihrem Aussenbereich orientiert sich zum Schulhaus. Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich die Zugänge der Kindergärten und der ihnen zugeordnete geschützte Aussenraum. Die Aussenräume verbinden das Areal zu einem grossen Ganzen. Die bestehenden Gehölzgruppen werden weiterentwickelt und in das Atrium des neuen Gebäudes hineingezogen. Der Sportplatz und das naturnahe Spielwäldchen bleiben erhalten, es werden grosszügige Aussenraumqualitäten geschaffen. Insbesondere die Öffnung des neuen Gebäudes gegen Norden und das Atrium sorgt für hohe räumliche Qualitäten. Der Aussenraum für die zwei Kindergärten ist nur für einen Kindergarten gut zugänglich und überblickbar, was aus betrieblicher Sicht unerwünscht ist.

    Der Durchgang zwischen den beiden Einheiten beginnt strassenseitig gassenförmig und öffnet sich, unterstützt durch eine präzis gesetzte Öffnung im Dach, zum qualitätsvollen zentralen Innenhof. Der Bau ist als Holzelementbau konzipiert.

    Die Gesamtform mit dem qualitätsvollen architektonischen Ausdruck und der Materialisierung macht den Inhalt klar ablesbar. Die aufsteigende Dachform erzeugt wie beim Schulhaus eine nach Aussen offene Wahrnehmung der Innenräume. Die Verfasser organisieren die Grundrisse ohne Korridorbereiche als fliessende Raumfolgen. Das Prinzip der Durchlässigkeit der Gesamtform wird konsequent im Innern des Gebäudes fortgesetzt. Die Kindergärten sind als Gesamträume konzipiert. Die T-förmige Anordnung von Garderobe und Küche in der Raummitte ermöglicht unterschiedlichste Raumzuordnungen mit einfachsten Mitteln. Durch die Grundriss-Disposition wird der nördliche Kindergarten klar bevorteilt.

    Vergleichbar der Typologie japanischer Häuser sind bei der Tagesschule Raumfolgen um zwei Kerne aneinandergereiht. Die breiten Raumöffnungen und die schiebbaren Trennelemente führen zu flexiblen und nutzungsneutralen Raumzuordnungen. Die Aufenthalts-, Mehrzweck - und Essräume dienen den ruhigen Räumen als Erschliessung. Aus Sicht der Nutzer führt diese Konzeption zu betrieblich störenden Situationen.

    Das Konzept der durchlässigen Gesamtform, die architektonisch und konstruktiv qualitätsvolle Umsetzung, die innenräumlichen Qualitäten führen zusammen mit der aussenräumlichen Anbindung in die Schulanlage zu einem bemerkenswerten Beitrag für die gestellte Aufgabe.


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