loading
  • DE-26382 Wilhelmshaven, DE-26382 Wilhelmshaven
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-267281)

Neubau des Trilateralen Weltnaturerbe Wattenmeer-Partnerschaftszentrums (TWWP) in Wilhelmshaven


  • Anerkennung

    Perspektive von Norden, © architekten prof. klaus sill / YLA

    Landschaftsarchitekten
    YLA Ando Yoo Landschaftsarchitektur, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Ando Yoo

    Mitarbeit
    Katharina Freund

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: architekten prof. klaus sill, Hamburg (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Gebäude bildet einen Kontrast zum Baukörper des Atlantic Hotels. Es bildet den Auftakt einer neuen architektonischen Struktur des Banter See Parks. Die Baukörperform soll sich anlehnen an die Biomorphologie des Wattenmeeres. Entlang der Emsstraße ist zwar ein sinnfälliger Gebäuderiegel vorgesehen, die Baukörper passen jedoch nicht zum bestehenden Jadeinnovationszentrum und stören das Alleinstellungsmerkmal des TWWP. Sie erscheinen überdimensioniert.

    Die gewählte Form unterstützt die hierarchiefreie Aufgabenstellung des international-partnerschaftlichen Gedankens unterschiedlicher Nutzungen. Es wird jedoch keine direkt nachvollziehbare Verbindung zum Wattenmeer gesehen. Der abgehobene, auf Stelzen gesetzte Baukörper wirkt für den Besucher als schwer erreichbar. Von dem „Herz“ ist der Blick in den Himmel durch die Unterseite des Baukörpers begrenzt.

    Im Prinzip werden die Anforderungen des Raumprogramms erfüllt, wobei die Verkehrsflächen einen sehr hohen Anteil einnehmen. Kein separater Eingangsbereich für den Besucher – Einladungscharakter ist nicht vorhanden.

    Positiv ist die öffentliche Zugänglichkeit der Außenanlagen mit Campus und Kommunikationsraum – jedoch leider mit hohem Versiegelungsgrad. Aufenthaltsqualitäten sind nur auf der Dachterrasse gegeben.

    Die statischen Anforderungen sind sehr hoch, daher erscheint der Realisierungsaufwand im oberen Bereich der eingereichten Arbeiten zu liegen.

    Im Bereich der Energieversorgung schlagen die Verfasser ein schlüssiges Konzept mit hohem regenerativem Anteil (Solarstrom, Eisspeicher, Wärmepumpe) vor. Auch werden die Anordnung der Nutzungen und die Wegeführung als positiv im Sinne der Gleichbehandlung und der Orientierung im Gebäude gesehen. Die Umnutzungsfähigkeit ist gewährleistet. Die Großzügigkeit wird allerdings nur durch ein hohes Maß an Verkehrsflächen erreicht. Die Fassade des Gebäudes ist im Hinblick auf die vorgeschlagenen integrierten Sonnenschutzmaßnahmen zu entwickeln und muss den Ansprüchen an den sommerlichen Wärmeschutz genügen. Das gilt es nachzuweisen, auch im Hinblick auf die Tageslichtversorgung der tiefliegenden Raumzonen. Für das ‚Herz‘ kann die Auskragung des Gebäudes als Sonnenschutz gelten. Unter wirtschaftlichen und energetischen Aspekten bedeutet die Aufständerung einen hohen Aufwand. Dennoch bietet das Konzept einen sichtbaren nachhaltigen Ansatz für den Umgang mit Regenwasser, Gründächern und Fassadenbegrünungen. Der trilaterale Ansatz der Verfasser schlägt sich auch in der Idee der Vorfertigung der Konstruktion nieder.


INFO-BOX

Angelegt am 02.03.2018, 14:44
Zuletzt aktualisiert 16.05.2018, 17:56
Beitrags-ID 4-153031
Seitenaufrufe 70