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  • DE-77656 Offenburg, DE-77656 Offenburg
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-279426)

Erweiterung Messe Offenburg-Ortenau


  • 2. Preis

    © Ferdinand Heide

    Architekten
    Ferdinand Heide, Frankfurt am Main (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Ferdinand Heide

    Mitarbeit
    Philipp Sontach

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: AO Landschaftsarchitekten Stadtplaner + Ingenieure Mainz GmbH, Mainz (DE)
    Landschaftsarchitekten: Die LandschaftsArchitekten. Bittkau-Bartfelder + Ingenieure, Wiesbaden (DE)
    Tragwerksplaner: IBC Ingenieurbau-Consult GmbH Mainz, Mainz (DE)
    TGA-Fachplaner: Alhäuser + König, Hachenburg (DE)

    Preisgeld
    18.750 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Insgesamt handelt es sich um eine funktionelle Konzeption, welche grundsätzliche die Anforderungen der Nutzer gut erfüllt.

    Die städtebauliche Fassung in Bauabschnitten wird prinzipiell anerkannt, kritisch hinterfragt wird jedoch die Anordnung der Erweiterungshallen im Westen bzw. hinter der vorhandenen Halle 1. Diese erhält nachteilig damit den Status einer Insellösung. Prinzipiell wird mit der Komposition der Forderung nach eindeutiger Erschließung von Westen und Süden Rechnung getragen, wobei der Westeingang mit der Verwaltung eher unterdimensioniert und beengt erscheint. Bei der schematischen Darstellung der Außenanlagen werden keine differenzierten Angaben gemacht. Eine zusätzliche Fassung des Areals wird durch den vorgeschlagenen Steg im Süden zu einem zusätzlich vorgeschlagenem Parkhaus erreicht, welcher aber aufwändig bzw. überinstrumen-talisiert erscheint und auch keinen wesentlichen Gewinn für die Erschließung beiträgt.

    Insgesamt lässt die Baukörperkomposition die Öffnung zu dem südwestlichen Gelände zu und öffnet damit wohltuend den Innenraum nach Westen und Südwesten. Die Anbindung an die Baden Arena hingegen noch nicht optimal gelöst.

    Das 2-geschossige Foyer ist richtig positioniert und bietet neben der räumlichen Qualität interessante Ein- und Ausblicke. Die 3-Geschossigkeit für die Tribüne durch Aufdoppelung des Hallenvolumens wird positiv gesehen, der dadurch entstehende Aufwand für die Erschließung jedoch eher kritisch.

    Die Erschließung erfolgt gut orientiert vom Messepark im Norden und von Westen - Vorfoyer und Foyer sind gut dimensioniert – die Abfolgen richtig, wenn auch die abgewinkelte Wegeführung vom Eingang zur Halle kontrovers diskutiert wird. Die Anordnung der Nebenräume wie Kassen, Erschließungen, Garderoben, und Küchenausgaben um die eigentliche Halle herum ist richtig gelöst, hingegen wird die vorgeschlagene Tribünengarage kritisch von der Machbarkeit bzw. Alltagstauglichkeit gesehen. Die Anordnung der Lager zum Betriebshof hin mit den entsprechenden angrenzenden Küchenräumen ist richtig, jedoch wäre direkter Tageslichtbezug dieser Arbeitsräume wünschenswert. Die anbindung zur Baden Arena ist richtig entwickelt – sowohl vom Foyer als auch von den Lagern Küche ist der direkte Zugang nachgewiesen. Durch die beiden Tore an der Ostfassade ist die Einfahrt und Ausfahrt der LKWs über die beiden Haupttore im Süden hinaus sinnvoll möglich.

    Der Dialog zwischen dem geschlossenen Hallenvolumen und dem offenen Foyer verspricht eine spannungsvolle Architektur, welcher bei der Materialisierung mit dem Wechsel von silbergrauen Blechpaneel-Fassade und den verglasten Flächen erreicht wird.

    Das Tragwerkskonzept ist nur sehr rudimentär dargestellt, erscheint aber im Grundsatz schlüssig. Es werden jedoch Angaben zu Aussteifung und Gründung vermisst. Die einseitige Anordnung der Technikzentrale bedingt lange Installationswege, die TGA bietet eher konventionelle Technik, innovative Ansätze werden vermisst.

    Bei den Kennwerten liegt die Arbeit von den Flächen her im Mittelfeld bzw. wirtschaftlichen Bereich, bei der Kubatur trotz etwas aufwändiger Teilunterkellerung es Foyers sogar im unteren Bereich.

    Trotz kleinerer Mängel leistet die Arbeit einen guten Beitrag zur gestellten Aufgabe. Die Sinnhaftigkeit des Stegzugangs von Westen erschließt sich dem Preisgericht jedoch nicht.