In dem Gesamtkonzept 2030 liegt die Stärke des Entwurfs. Mit der Fortführung des Vordachs rund um die zentrale Freifläche wird eine Fassung des Raums und der unterschiedlichen Gebäude erreicht, langfristig fügt sich die Halle 2,3,4 in die Struktur gut ein.
Der Messezugang West ist richtig positioniert und empfängt den Besucher mit einem räumlich gut gefassten Raum. Mit der Ausformulierung der beiden neuen Eingänge Mitte und Süd werden die westlichen Freibereiche gut integriert.
Als Alleinstellungsmerkmal werden die äußere Form des Gebäudes mit der „Laterne“ und die Nachhaltigkeit der Holzbauweise gewürdigt. Während die Holzkonstruktion denkbar erscheint, lässt vor allem die Außenfassade mit der Brettschalung die gewünschte Einbindung in das Gesamtensemble der Messe vermissen. Allerdings wird das Foyer als ein additiver, der Halle 20 nur vorgesetzter Anbau gesehen, der den Wunsch einer einheitlichen Gesamtgestaltung nicht erfüllt.
Die Erschließung des Foyers, auch mit dem Übergang zur Baden-Arena, ist gut gelungen. Die Funktionen sind gut positioniert, Küche und Zugang Konferenzbereich erfüllen die Anforderungen an die Teilbarkeit, mit der Lage der Toiletten ist jedoch eine Trennung der Halle bzw. des Foyer bei verschiedenen Veranstaltungen nicht möglich.
Der Konferenzbereich im 1.OG orientiert sich zur zentralen Mitte und liegt damit an der richtigen Stelle, die beiden seitlichen Lufträume lassen eine hohe Raumqualität für das Foyer erwarten.
Das Kaltlager ist mit der Halle 20 und mit der Baden-Arena ist nur über einen zwar überdachten, aber offenen Lieferhof verbunden. Die Andienung wird damit verkompliziert, auch die Anlieferung von Osten um das neue Lager herum erscheint umständlich.
Die Grüne Mitte nimmt die vorhandene Baumreihe auf und entwickelt daraus ein schlüssiges Gesamtkonzept, das mit den ergänzten Baumhainen auch Aufenthaltsflächen anbietet. Im westlichen Freibereich wird diese klare Grundstruktur der Mitte wiederholt und schafft auch hier eine gute Raumbildung.
Das konstruktive Tragwerkskonzept ist im Grundsatz gut und logisch nachvollziehbar, das zentral angeordnete Brückenbauwerk bildet das Haupttragwerk und reduziert die Aufbauhöhe der Tragkonstruktion und damit auch die Gesamthöhe der Halle. Bei der Vordachkonstruktion erscheint die Holzkonstruktion allerdings zu aufwändig. Angaben zur Gründung fehlen.
Die Technikflächen sind gut angeordnet, führen zu kurzen Leitungswegen und der Möglichkeit der Zonierung. Allerdings fehlen innovative Planungsansätze.
Die Kenndaten liegen im oberen Bereich, die aufwendige Vordachkonstruktion verursacht zusätzliche Kosten.
Insgesamt wird in der Arbeit ein eigenständiger Beitrag gesehen, der jedoch in der Materialität der Fassade, teilweise der Funktionalität und vor allem in der architektonischen Ausformulierung nicht überzeugen kann.
| Angelegt am | 06.03.2018, 10:46 |
| Zuletzt aktualisiert | 12.03.2018, 10:30 |
| Beitrags-ID | 4-153110 |
| Seitenaufrufe | 38 |
Architekten
ArGe Architekten Leins | Ohnemus | Wagner
Landschaftsarchitekten
Planstatt Senner ![]()
Tragwerksplaner
Mayer-Vorfelder und Dinkelacker ![]()
TGA-Fachplaner
Paul + Gampe + Partner GmbH
Architekten
Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH ![]()
Landschaftsarchitekten
Koeber Landschaftsarchitektur GmbH ![]()
Tragwerksplaner
merz kley partner ![]()
TGA-Fachplaner
Henne & Walter GbR
TGA-Fachplaner
Raible + Partner GmbH & Co. KG - Planungsbüro für Elektro- und Kommunikationstechnik ![]()
Modellbauer
Architekturmodelle Degen Modellbau ![]()
|
|
||
|
|||