loading
  • DE-70771 Leinfelden-Echterdingen
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-273958)

Schelmenäcker


  • ein 3. Preis


    Anzeige


    Landschaftsarchitekten
    Georg Wasmer Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: SCHILLING ESCHER STEINHILBER ARCHITEKTEN, Stuttgart (DE)
    Investoren: pro.b Projektentwicklung & Projektsteuerung GmbH & Co. KG, Berlin (DE)

    Preisgeld
    15.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit 1014 hält sich im Wesentlichen an die städtebaulichen Vorgaben des Bebauungsplanentwurfs. Die 4-geschossgen Gebäudeteile entlang der Max-Lang-Straße und das 5-geschossige Haus entlang der Pausengärten werden durch Staffelgeschosse ergänzt. Durch diese Gliederung der Baukörper in der Höhenentwicklung und die wechselnde Gestaltung der Fassaden erscheint die Bebauung auch auf die gesamte Länge der Max-Lang-Straße angemessen abwechslungsreich. Die Bearbeitung der Fassaden mit den Materialien Klinker und mit Besenstrich strukturierten Putzflächen ist von hoher Qualität und überzeugt durch ihre differenzierte und durchdachte Bearbeitung.
    Die Verteilung und Art der Nutzungen in den Gebäuden ist nachvollziehbar. Entlang der Max-Lang-Straße werden im Wesentlichen Gewerbenutzungen vorgeschlagen, die sich auch zu den Höfen hin öffnen und keine Rückseiten ausbilden. Im Erdgeschoss des Gebäudes entlang der Pausengärten wird die Gewerbenutzung tiefer das Grundstück gezogen, was aber bei der Art der Nutzung entlang des Weges als möglich erscheint. Kritisch diskutiert werden die an der Max-Lang-Straße vorgeschlagenen Arkaden, die dahinterliegende Fassaden verschatten und abweisend erscheinen lassen.
    Überzeugend ist die grundrissliche Organisation der Wohnungen. Neben dieser rein handwerklichen Qualität werden - z.B. mit Maisonette-Wohnungen in den Hofhäusern -
    neue Wohnungstypologien vorgeschlagen, die das Angebot an Wohnformen qualitätvoll bereichern.
    Die Gestaltung der Freiräume erscheint bei guter Funktionalität auf angenehme Weise zurückhaltend. Der Innenhof der einzelnen Parzellen wird durch einen großzügigen Weg erschlossen. Auf eine Ost-West-Querung innerhalb des Quartiers wird verzichtet. So entsteht eine klare Trennung der Freiflächen in einen halböffentlichen Bereich und einen privaten grünen Hof.
    Das Freiraumkonzept stützt und ergänzt sehr reduziert, aber klug, die vorgelegte Architekturhaltung. Sehr hochwertige Entrées leiten die Fußgänger in die halböffentlichen Hofräume, die sehr klar die erforderlichen Abschattierungen von intimeren und gemeinschaftlich genutzten Räumen bieten. Hier werden die klassischen Gartennutzungen angeboten. Das Regenwassermanagement eröffnet attraktive Freiraumangebote an temporären und dauerhaften Wasserflächen. Oberirdische PKW-
    und Fahrradstellpätze sind nicht nachgewiesen. Das vorgeschlagene Nachnutzungskonzept für die Tiefgarage wird positiv bewertet.
    Insgesamt stellt die Arbeit 1014 einen sehr guten Beitrag zur Aufgabe dar, der vor allem durch eine feingliedrige und präzise Gestaltung der Fassaden und seine hohe Qualität und Vielfalt der Wohnungen und Wohnungstypologien überzeugt. Bei der Nutzungsverteilung wird der geforderte Anteil an geförderten Wohnungen nicht ganz erreicht.


Anzeige